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Optimistischer Verband : Hafen erwirtschaftet ein Plus

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Hafen Strucklahnungshörn hat mehr als 30.000 Euro Gewinn im Wirtschaftsplan 2016 ausgewiesen. Im nächsten Jahr soll mit dem Bau des durch die EU geförderten Rungholt-Klimaschutz-Hauses begonnen werden.

In der jüngsten Sitzung des Zweckverbandes Anlegestelle Strucklahnungshörn segneten die Mitglieder den Wirtschaftsplan 2016 einstimmig ab. „Wir können mit einem Jahresgewinn in Höhe von 30.400 Euro rechnen und sehr zufrieden sein“, erklärte Verbandsvorsteher Werner-Peter Paulsen. Im Vorjahr seien es 24.400 Euro gewesen. Im kommenden Jahr sind Aufwendungen von 5000 Euro für neue Parkkarten eingeplant. Für die Treppe vom Parkplatz zum Hafenbereich sind 40.000 Euro berücksichtigt worden, ferner für Ausstattung im Hafenbereich nach Abschluss der Deichbaumaßnahme Ende des kommenden Jahres 10.000 Euro. „Dabei geht es um Umgestaltungsmaßnahmen im Hafenbereich, dort wo die Adler-Schiffe anlegen. Die Parkplätze direkt am Kai sollen reduziert werden und nur noch von Menschen mit Handicap genutzt werden“, erläuterte Paulsen.

Die Planungen für das Projekt mit dem Arbeitstitel „Rungholt-Klimaschutz-Haus“ werden Anfang 2016 in Angriff genommen. Es ist im Wettbewerbsprogramm „Integrierte Territoriale Investitionen (ITI) Westküste“ des Landes Schleswig-Holstein mit aufgenommen worden und hat die erste Phase der Prüfung bestanden. Das Programm dient der zukunftsfähigen Regionalentwicklung. Die Planungskosten werden somit über das Land aus dem EU-Fördertopf bezahlt. Das Haus soll innendeichs im Bereich Strucklahnungshörn – in Parkplatznähe – installiert werden und die Geschichte Rungholts und des Deichbaus bis in die heutige Zeit beleuchten. Mit angedockt werden soll möglicherweise eine Ladestation für Elektrofahrzeuge. Gunnar Thöle, Klimaschutzmanager beim Kreis Nordfriesland, hat, so berichtete Paulsen, das Vorhaben begrüßt. Nach seiner Meinung biete sich eine solche Station, die ohnehin auch in der unmittelbaren Nähe zum Parkplatz liegt, an. Nordstrand hätte dann eine weitere Station in der Kette der bisher 70 an der Westküste installierten Stromtankstellen.

Mittlerweile sei der von der Neuen Pellwormer Dampfschiffahrtsgesellschaft Pellworm (NPDG) vor einigen Jahren am Strucklahnungshörner Hafen installierte Leuchtturm abgebaut worden. Er hatte als Kassenhäuschen gedient. Wegen neuer Computertechnik reiche der Platz nicht mehr aus. Von der Reederei werde demnächst ein festes Gebäude gebaut. Der Leuchtturm wird instandgesetzt und als „Eye-Catcher“ daneben gesetzt. Die Verschleißdecke am Anleger bedarf einer Sanierung. Um Kosten zu sparen wird die Maßnahme zusammen mit der auf Pellworm erledigt, denn auch am dortigen Anleger haben sich diese Probleme ergeben. Im April 2016 wird die ehemalige Gaststätte „Op de Diek“ im Rahmen der Deichbaumaßnahme abgerissen. Die jetzige Behelfstreppe wird solange bleiben, bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind. „Wir haben in Ruhe Zeit, detailliert zu planen und nehmen das als Tagesordnungspunkt für die nächste Sitzung auf“, so Paulsen. Ansonsten habe er seinen Unmut gegenüber dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz des Landes (LKN) darüber geäußert, dass weder Rad- noch Treibselweg sowie die Stöpe vor dem Hafenbereich vor der Winterpause, wie ursprünglich versprochen, fertiggestellt seien. Die nun den ganzen Winter über bleibende Bauampel sei ein unnötiges Hindernis. Schließlich räumte der Verbandsvorsteher mit einem kursierenden Gerücht auf. „Die Adler-Schiffe behalten ihren Heimathafen nach wie vor auf Nordstrand. Die Fahrten nach Helgoland, Amrum und Sylt werden wie gehabt im Frühjahr 2016 fortgesetzt.

Die Haushaltszahlen 2016: die Einnahmen betragen voraussichtlich 235.600 Euro, die Ausgaben 205.200 Euro, Gewinn somit 30.400 Euro, die Einnahmen und Ausgaben im Vermögensplan betragen 100.400 Euro, der festgesetzte Höchstbetrag der Kassenkredite beträgt 50.000 Euro. Der tatsächliche Gewinn im Wirtschaftsjahr 2014 betrug 37.03 Euro.













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