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Husumer Hafentage : Habeck: Husums Politik entscheidet, was am Dockkoog passiert

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auf dem Hafentage-Empfang sprach Umweltminister Robert Habeck über die Zukunft des Dockkoogs und Peter Cohrs über die Zeitung.

Beim Hafentage-Empfang im Schifffahrtsmuseum vor geladenen Gästen geht es traditionell um die Themen, die die Stadt derzeit bewegen. Umweltminister Robert Habeck sprach als diesjähriger geladener Gast unter anderem über die touristische Entwicklung an der Westküste – und darüber, wie wichtig die hiesige Natur für das Werben um Gäste sei: „Die Leute kommen vor allem wegen des Naturerlebnisses an die Westküste“, befand der Minister. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn Husum hinsichtlich der touristischen Attraktivität mithalte, die „graue Perle“ lasse sich leicht noch „etwas polieren“. Hinsichtlich der Planungen am Dockkoog erklärte Habeck, die Entscheidung, ob dort eine Hallig entstehe oder der bisherige Deich verstärkt werde, liege bei der Husumer Politik. Dass die Deichverstärkung nicht so schnell über die Bühne gehen könne wie zunächst gedacht, läge daran, dass andere Küstenschutz-Projekte eher angegangen werden müssen.

Wenn man in Husum wisse, was man wolle, wäre sein Ministerium aber bereit, die Husumer Planungen mit denen des Küstenschutzes zu synchronisieren. Es reiche allerdings nicht aus, nur zu erklären, man wolle ein Hotel hinterm Deich: Wenn ein F-, ein B-Plan stünde, wenn ein Investor für dieses Hotel gefunden sei – dann könne es losgehen: „Der Ball liegt bei Ihnen“, sagte Habeck.

Vor dem Minister hatte Peter Cohrs als Vorsitzender des Commerziums das Wort. Er nutzte seine Rede in diesem Jahr nicht dazu, Politik, Verwaltung und/oder den geladenen Gast zu kritisieren, sondern richtete seinen Ärger dieses Mal vornehmlich gegen die Berichterstattung der Husumer Nachrichten, die er mitverantwortlich für die jüngsten Verstimmungen zwischen Wirtschaft und Kommunalpolitik macht. Warum – dazu äußerte sich Cohrs allerdings weder auf Nachfrage unserer Zeitung vorab noch in seiner Rede auf dem Empfang konkret.

Hintergrund des Ganzen ist unter anderem Cohrs’ Kritik am touristischen Engagement in Husum und die Forderung der Wirtschaft, einen eigenen Berater im Rathaus zu haben. Die Reaktionen darauf fielen in der jüngsten Stadtvertretersitzung deutlich aus: So hatte Helmut Stemke unter Applaus erklärt, es gebe nur einen Bürgermeister in Husum – und der säße im Rathaus (wir berichteten). Cohrs betonte nun, er habe die Gästeliste für den Hafentage-Empfang nicht danach aktualisiert, wer in dieser Sitzung applaudiert habe. Ohnehin gab’s dann ganz viel Lob vom Commerziums-Vorsitzenden: für den Bürgermeister, der ein „Kenner und Könner in Verwaltungsangelegenheiten“ sei, für die TSMH, mit deren Arbeit man durchaus zufrieden sei – „der neue Webauftritt kommt richtig gut an“, und für Husum allgemein. Die Stadt habe eine überragende Auswahl an Schulen und das kulturelle Angebot sei ein Aushängeschild für Husum. Die beiden Bundeswehr-Einheiten leisten wichtige Arbeit für Deutschland und seien ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für Husum.

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erstellt am 04.Aug.2017 | 07:00 Uhr

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