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Joldelund : „Guitar Heroes in Joldelund“: Der Kinofilm hat Premiere

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am 24. September wird der abendfüllende Dokumentarstreifen vorgestellt und geht dann in die Lichtspielhäuser.

von
erstellt am 13.Sep.2017 | 07:00 Uhr

Vier Jahre lang hat Jan Ö. Meier mit seiner Kamera auf den Joldelunder Guitar Heroes Festivals Material gesammelt, Atmosphäre und Stimmen eingefangen. Jetzt ist sein erster abendfüllender Dokumentarfilm fertig – und bereit für Schleswig-Holsteins Kinos. „Guitar Heroes in Joldelund“ lautet der Titel des Werks. Und die Unterzeile: „Internationale Bluesrock Festivals auf dem Dachboden meines Bio-Bäckers in Nordfriesland“.

Die Zuschauer erwarten eine Stunde und 40 Minuten lang tolle Musik und zu Herzen gehende Momente, wenn beispielsweise der amerikanische Musiker Bernard Allison zwischen zwei Liedern am Mikrofon von seinen Schicksalsschlägen erzählt und berichtet, wie er sie bewältigt hat. Dazu gibt es Interviews, am Rande des Konzertgeschehens mit Gästen und Künstlern geführt. „Spektakulär, intensiv und sehr norddeutsch“ verspricht das Plakat. Zu den zwölf im Film gezeigten Künstlern und Gruppen gehören unter anderem die Bernard Allison Group, Erja Lyytinen, die Ben Granfeld Band, Rob Tognoni oder Aynsley Lister.

Welturaufführung, und darauf sind auch Gerd Lorenzen und Gaby Jensen, die Organisatoren des Bluesrock-Events mitten auf dem Land stolz, ist am Sonntag (24.) dem dritten Tag des Guitar Heroes Festivals. Den Auftakt macht ab 11.30 Uhr (Einlass ab 11 Uhr) Simon McBride aus Irland. Gleich im Anschluss wird die Dokumentation präsentiert.

Filmemacher Jan Ö. Meier (50), im Hauptberuf Kommunikations-Designer, ist kein Musiker, aber musikbegeistert. Und das spürt der Zuschauer. Das Guitar Heroes Festival habe ihn schon immer fasziniert, gesteht der Nordfriese. So fing er mit Zustimmung von Gerd Lorenzen an, jeweils eines der Festivals im Jahr filmisch zu begleiten. Das Ergebnis waren Kurzfilme, die sehr erfolgreich im Internet liefen und noch laufen. Vorgeführt wurden sie unter anderem auch in den USA.

Dann entstand eines Tages die Idee, die Streifen auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck zu zeigen. Dort aber verlangte man einen abendfüllenden Kinofilm. Und so machte sich Jan Ö. Meier an die Arbeit. Verschiedene Ebenen zu kombinieren – das mache ihm Spaß, so der Filmemacher. Dokumentiert hat er nicht nur die Konzerte und ihr Flair, seine Arbeiten zeigen auch, wie sich das Event und der Veranstaltungsort über die Jahre hinweg verändert und entwickelt haben. Sein Film ist auch eine Hommage an die Macher des Festivals, allen voran Organisator Gerd Lorenzen – seinem Hauptprotagonisten, wie er ihn nennt. „Das Schöne ist, zu zeigen, wie hier in Nordfriesland und in Joldelund mit einfachen Mitteln tolle Sachen entstehen – nur durch Hartnäckigkeit.“ So manche absurde und skurrile Situation sei in dem Film zu sehen – und diese Momente stehen für einen weiteren Aspekt seiner Arbeit: „Es geht um Spaß.“

Festival-Organisator Gerd Lorenzen taucht im Film immer wieder auf, beispielsweise, wenn er und seine Helfer die Instrumente die Treppen hinauf zur Bühne schleppen. In seiner ruhigen und entspannten Art erzählt er, was das Festival für ihn bedeutet, wie es sich von dem ersten Konzert für Nachbarn und Freunde über die erste Joldelunder Rock- und Blues-Night bis heute zu einem Festival mit Kultcharakter und Musikern, die zur Weltklasse ihres Genres gehören, entwickelt hat. „Ich gebe viel von mir preis in diesem Film. Man offenbart sich auch ein wenig mit seinen menschlichen Schwächen“, sagt er lächelnd. „Der Film ist unglaublich. Er ist nah am Menschen.“ Und augenzwinkernd: „Noch besser, als Woodstock.“ Der 24. September ist ein großer Tag für ihn – nicht nur, weil er dann seinen 55. Geburtstag feiert und auf zehn Jahre Gerds Juke Joint blicken darf.

„Guitar Heroes in Joldelund“ läuft nach der Premiere in Kinos in Kappeln, Rendsburg, Oldenburg und Kiel sowie im Rahmen der Husumer Filmtage.

 

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