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Projekt in Bredstedt : Grundschüler erleben Vögel des Wattenmeers

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Naturzentrum erfahren Mädchen und Jungen der Bredstedter Grundschule Hintergründe zu wissenschaftlichen Phänomenen. Referentin des LKN zeigte an drei Tagen die Vögel, die im Nationalpark Wattenmeer zu Haus sind.

„Was ist das denn für ein Vogel?“ – will Nick wissen. „Ein Austernfischer. Warte, Du wirst gleich mehr darüber erfahren“, antwortet Klassenlehrerin Maja Petersen. „Du, Frau Petersen, ich weiß was, da steht ein ausgestopfter Austernfischer. Was fressen die?“, ruft Ailin der Pädagogin zu.

Munter geht es zu in den Räumen des Naturzentrums Mittleres Nordfriesland in Bredstedt. Drei Tage lang waren die Schüler der jahrgangsübergreifenden Klassen E 1, 2 und 3 der Bredstedter Grundschule im Domizil zu Gast. Unter der Leitung von Elisabeth von Meltzer, Referentin für Bildung in der Nationalparkverwaltung Tönning des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) Schleswig-Holstein, lernten sie an vier Stationen an drei Tagen die Vögel im Nationalpark Wattenmeer kennen. Neben den Klassenlehrerinnen Maja Petersen (E1), Mira Trittin (E2) und Cathrin Volkmann (E3), stand zusätzlich als Ehrenamtlerin, die pensionierte Lehrerin an der Gemeinschaftsschule, Ulrike Fiedler, tatkräftig zur Seite. Mit im Gepäck ihrer Wanderwerkstatt hatte die Fachfrau sowohl theoretisches Wissen, in Form von Fotos als auch praktische Experimente, für die Kids mitgebracht. Altersgerecht wird das Wissen vermittelt. „Die Kinder gehen auf Entdeckungstour durch das Wattenmeer. In Arbeitsmappen tragen sie die Ergebnisse ein“, erläuterte Elisabeth von Meltzer. Acht typische Vogelarten – die Küstenseeschwalbe, Silbermöwe, Kiebitz, Säbelschnäbler, Ringelgans, Knutt, Austernfischer und Brandgans – lernten die Kids kennen. Naturwissenschaftliche Phänomene, wie Wanderbewegungen, Anpassungsstrategien, Fliegen, Fortpflanzung und Entwicklung werden spielerisch nahegebracht.

Konzentriert hörten sie zu, wenn die Pädagoginnen etwas erzählten. In Windeseile lernten sie, was ein Austernfischer frisst, wie und wo er seine Nahrung findet oder wie es die Brandgans anstellt, die Nahrung mit ihrem Schnabel aus dem Wasser herauszusieben. Dazu gab es gleich eine praktische Übung: Eine Wanne mit Konfetti stellte die Nordsee und die darin schwimmende Nahrung für die Brandgans dar. Mit einer Bürste, die die kleinen Zacken im Schnabel simulierte, durfte jeder einmal „fischen“. „Das macht Spaß“, waren sich Aileen und Nick sicher. Eifrig trugen sie das Ergebnis der Übung in der Mappe ein.

Die Idee zur kooperativen Zusammenarbeit hatten Ulrike Fiedler und Maja Petersen im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung. „Dass wir das Projekt nun im Naturzentrum machen konnten, dafür sind wir sehr dankbar. Besser geht es nicht“, waren sich die Lehrer einig. „Es ist wichtig, dass die Kinder die Artenvielfalt im nordfriesischen Wattenmeer kennenlernen“, so das Credo der Expertin von der Nationalparkverwaltung.


















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