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Aktion im Wattenmeer : Grützpötte mit besonderer Mission

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mit einer besonderen Aktion macht eine Keramikerin in Dagebüll auf den Hunger in der Welt aufmerksam – und erinnert an friesische Frauen, die einer Sage nach einst die Dänen mit heißer Grütze in die Flucht schlugen.

Grützpötte im Watt vor Dagebüll? Der friesischen Legende um den Grützpott, der auch Bestandteil des Friesenwappens ist, gesellt sich eine zweite Geschichte hinzu. Die Keramikerin Christel Burmeister-Gronau aus Bramstedtlund stellte am gestrigen Welternährungstag um Punkt 11.27 Uhr – zur Zeit der Hohlebbe – 100 Grützpötte in das Watt vor der Badestelle. Mit dabei waren auch Dagebülls Bürgermeister Hans-Jürgen Ingwersen und etliche Augenzeugen. In der alten Geschichte ist von der Schlacht bei Langstoft die Rede, als die friesischen Weiber den Inhalt der kochend heißen Grütztöpfe über die Dänen ergossen und sie in die Flucht schlugen.

Die aktuelle Geschichte soll nach dem Wunsch der Künstlerin gegen den Hunger in der Welt gerichtet sein. Sie sieht im Grützpott ein Symbol für die tägliche Nahrung – und stellt ihn ins Wattenmeer. In den Pötten befindet sich allerdings keine Grütze, sondern kleine, aus wasserfestem Origamipapier gefaltete Schiffchen, die mit auflaufendem Hochwasser aufschwimmen und von der Aktion der Künstlerin erzählen sollen. Die auf drei Beinen stehenden Tonpötte waren ungebrannt und haben sich mittlerweile ab dem gestrigen Hochwasser um 17.04 Uhr aufgelöst. Die Aktion wird durch Patenschaften finanziert. Mehr Informationen unter www.gruetzpoette.de.
 

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