Tetenbüll/Oldenswort : Grüne Ideen für den Alltag

Das ist die Vision der Oberdorfer: Auf ihren Feldern sollen Bananenbäume wachsen. Der Dokumentarfilm über das Projekt wird am 17. Januar in Tetenbüll gezeigt.
Das ist die Vision der Oberdorfer: Auf ihren Feldern sollen Bananenbäume wachsen. Der Dokumentarfilm über das Projekt wird am 17. Januar in Tetenbüll gezeigt.

In Tetenbüll startet am 17. Januar eine neue Veranstaltungsreihe zum Thema Umweltbewusstsein und Chancen für den ländlichen Raum.

shz.de von
11. Januar 2019, 09:43 Uhr

Tetenbüll | Der dritte Donnerstag im Monat ist in Tetenbüll und Oldenswort ist grün. In beiden Gemeinden startet im neuen Jahr eine gemeinsame Veranstaltungsreihe: Unter dem Motto Grüner Donnerstag gibt es an jedem 3. Donnerstag im Monat Filmabende, Vorträge oder Aktionstage zu aktuellen Themen wie beispielsweise Mikroplastik, Müllvermeidung, Selbstversorgung, fairer Handel und anderes geben.

Die Oldensworter Pastorin Inke Thomsen-Krüger und Hila Küpper vom Ortskulturring Tetenbüll haben diese Reihe gemeinsam entwickelt. Das Jahresthema des Kirchenkreises Nordfriesland für 2019 lautet „Aufgeweckt die Schöpfung gestalten“. Der Gedanke, die Umwelt zu bewahren, geht schließlich alle Menschen an. Es sollen nicht nur die Probleme aufgezeigt werden, sondern an jedem Termin wird es auch eine Diskussion oder Mitmachaktion geben, die Lösungsmöglichkeiten anbieten. Jeder kann etwas tun, im Alltag, zu Hause und unterwegs. Ein Umdenken ist schon im Gang, die beiden Frauen wollen es mit weiteren Ideen beflügeln.

Die Veranstaltungen finden abwechselnd in Tetenbüll (Gemeindehaus/Feuerwehr) und in Oldenswort (Karkenhuus) statt. Den Anfang macht Tetenbüll am Donnerstag (17. Januar) um 19.30 Uhr mit dem Film „Von Bananenbäumen träumen“. Er handelt von engagierten Dorfbewohnern in der Elbmarsch, die mit ungewöhnlichen Mitteln ihr Dorf retten wollen. Oberndorf ist ein Dorf im Mündungsgebiet der Elbe. Die Gemeindekasse ist leer, Arbeitsplätze sind rar, kleine Höfe werden aufgegeben. Und jetzt soll auch noch die Schule geschlossen werden. Doch einige Einwohner wollen sich nicht mit dem Niedergang abfinden und fassen einen kühnen Plan – gemeinsam wollen sie Geld zur Rettung des Dorfes verdienen. Mit Hilfe von Berliner Projektentwicklern gründen sie eine Aktiengesellschaft und entwerfen ein außergewöhnliches Geschäftsmodell. Gülle (reichlich vorhanden) soll die Energie liefern für die Aufzucht von afrikanischen Welsen und: Bananenbäumen. Über einen Zeitraum von drei Jahren erzählt die Filmemacherin Antje Hubert von dieser kleinen, aber dynamischen Bewegung.

Im Anschluss soll in einem Ideenworkshop erarbeitet werden, wie man vor Ort aktiv werden kann.

Am 21. Februar setzt die Gartenbauerin Conni Bieber die Reihe mit einemVortrag in Oldenswort fort. Sie wird im Karkenhuus ebenfalls ab 19.30 Uhr alte Saatgutsorten für den Küchengarten vorstellen und viele weitere Informationen zum erfolgreichen Gärtnern geben.

Über die weiteren Veranstaltungen wird ein gesonderter Flyer und Ankündigungen in der Presse informieren.





zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen