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Klönschnack in Witzwort : Großes Dorffest stärkt Verbundenheit

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Spielleute des Spielmannszuges Rödemis läuteten die Festtage in Witzwort ein. Alle fünf Jahre sorgt das bunte Treiben für gute Laune. Vereine, Verbände und Akteure des Ortskulturringes organisieren die Veranstaltung.

Alle fünf Jahre steppt zwei Tage lang der Bär in Witzwort. Bei Kaiserwetter startete das große Dorffest in bewährter Weise. Die Ehrenamtler aller Vereine, Verbände und Institutionen des Dorfes unter der Regie der Akteure des Ortskulturringes um die Vorsitzende Angela Jansen sowie Hans-Joachim Radtke als Chef des Festausschusses beteiligten Sich unter dem Motto: „Wir für uns“.

Es schien tatsächlich, als wären alle Bürger der Gemeinde auf den Beinen. Der Umzug, voran mit den Spielleuten des Spielmannszuges Rödemis, wollte schier kein Ende nehmen. Er zog sich wie ein langer Lindwurm durch die geschmückten Straßen. „Das Dorffest bietet die Möglichkeit zur Kommunikation und Darstellung und ist ein sichtbares Zeichen für Gemeinschaftssinn. Berührungspunkte, wie beim Milchabliefern in der Meierei, Hufbeschlag beim Schmied, Frühschoppen im Dorfkrug, bei der täglichen Arbeit, oder beim Klönschnack auf der Bank vor dem Haus, gehören der Vergangenheit an. Die Festtage geben uns ein Gefühl der Verbundenheit. Danke allen Organisatoren und Sponsoren“, erklärte Bürgermeister Willi Berendt, bevor er den Startschuss für das bunte Treiben gab. Die Jagdhornbläser Eiderstedt läuteten es musikalisch ein.

Viel Spaß machten die Lied- und Schauspielbeiträge der Schüler der Grundschule Witzwort, die noch am Morgen ihr Schulfest gefeiert hatten, oder der Kinder der Evangelischen Kindertagesstätte „Sonnenblume“. Anhaltenden Applaus ernteten die Aktiven der Kinder- und Jugendtrachtentanzgruppe des Heimatbundes Eiderstedt.

Eine mit Bravour gemeisterte Löschübung der jungen Blaujacken der Jugendfeuerwehr Roter Hahn beeindruckte. Guten Zulauf hatten die Ehrenamtler der Freiwilligen Feuerwehr Witzwort. Jeder durfte unter Aufsicht das Löschen eines simulierten Fettbrandes üben. Die Stände der Vereine waren ständig belagert. Gaben doch die Freiwilligen Einblick in ihre Arbeit und boten Aktionen für die Kinder an. Höhepunkt war die kleine Feierstunde anlässlich des 50. Geburtstages des Ortskulturringes im Festzelt. Der stellvertretende Kreispräsident Siegfriedt Puschmann beglückwünschte das Team. Das allein sei Grund zum Feiern, doch in diesem schönen Rahmen umso mehr. „Ortskulturringe haben es nicht einfach. Daher ist das Engagement besonders anzuerkennen“, so Puschmann. Auch der stellvertretende Vorsteher des Amtes Nordsee-Treene, Werner-Peter Paulsen, sowie der Vorsitzende des Kreiskulturringes, Ulf Brix, gratulierten.

Marlies Jannsen, Leiterin der Archiv-Gruppe im Ortskulturring sowie die Vorsitzende, stellten die neue 360 Seiten starke Chronik, vor. Sie enthalte, so Jannsen, den bisherigen Teil und sei um die letzten 30 Jahre unter Berücksichtigung von Schule, Kindergarten, Feuerwehr, sowie die Historie und Ära des Nationalsozialismus ergänzt worden. Die Vorarbeiten hatte bereits Ludwig Oesau in den 1950-er Jahren durch seine Aufzeichnungen geleistet. Dank der Gemeinde könne sie für 15 Euro verkauft werden. Die Druckkosten seien vorgeschossen worden. Mitgearbeitet hatten Inge Claussen, Heinrich Alberts, Klaus-Peter Thoms, Peter Lesch, Johannes Hansen, Hans-Joachim Radtcke und Andreas Schaperdoth. „Der Ortskulturring sieht sich als Dienstleister für alle Vereine. Er koordiniert die Termine, unterstützt bei Werbung und organisiert das Kinderfaschingsfest und das Schietsammeln. Dank gilt allen meinen Vorgängern Reiner Bernhardt, Hannelene Röckendorf, Achim Wachholz, Birgit Wilkens und Kay Hammerthaler“, so die Vorsitzende.

Live-Musik gab es von der Gruppe „Klangmeer“. Der harte Kern der früheren Kirchenband „Hava Nagila“ hatte sich neu formiert und verzauberte das Publikum mit aktuellen Hits, Oldies, und plattdeutschen Liedern. Für Jugendliche und Junggebliebene bot die Disco mit „McFly“ genau das Richtige. Festlich endete der zweite Tag mit einem Gottesdienst mit Pastor Christian Fritsch, bevor Geselligkeit beim Frühschoppen mit dem Feuerwehrmusikzug Ostenfeld einkehrte. Eine gut bestückte Tombola sorgte für Geschenke.
























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