Nordfriisk Instituut in Bredstedt : Großer Bahnhof für einen streitbaren Friesen

Mit Liedern in mehreren Sprachen beeindruckte Kalle Johannsen.
Mit Liedern in mehreren Sprachen beeindruckte Kalle Johannsen.

Einen würdigen Abschied bereiteten 250 Friesen und Gäste dem scheidenden Chef des Nordfriisk Instituut, Thomas Steensen.

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02. September 2018, 00:00 Uhr

Es wurde der sprichwörtliche große Bahnhof: Rund 250 Gäste – unter ihnen hochrangige Vertreter von Bund, Land, Kreis, Stadt und aus der Wissenschaft – verabschiedeten in der Koogshalle den langjährigen Leiter des Nordfriisk Instituut, Prof. Dr. Thomas Steensen, in den Ruhestand. Dankbarkeit und hohe Wertschätzung für Steensens 31-jähriges Wirken zogen sich wie ein roter Faden durch drei Laudationes und eineinhalb Dutzend Grußworte. Nach mehr als drei Stunden voller Lobeshymnen für den unermüdlichen Streiter für das Nordfriisk Instituut, die friesische Sprache und Kultur muss selbst dem Geehrten am Ende der Kopf gerauscht haben. „Emotional überwältigt“, versicherte der fast 67-Jährige nach Abschluss der Reden-Reigens, jetzt mit einem ruhigen Gefühl zu gehen: Weil das Institut in Bredstedt räumlich, personell und finanziell gut dastehe, es parteiübergreifend unterstützt werde und „es endlich Planungssicherheit für mehrere Jahre hat“. Dass er daran entscheidenden Anteil hat, hatten andere betont. Steensen freut sich nun auf Freiräume und Zeit für die Familie, will ausgedehnte Fahrrad- und Wandertouren unternehmen. Und: „Ich möchte weiter forschen und schreiben“, kann der renommierte Autor – wenig überraschend – von Nordfriesland-Themen dann doch nicht lassen. Friesenrats-Vorsitzende Ilse Johanna Christiansen formulierte es treffend: „Es ist Dein letzter Tag als Direktor, aber Du bleibst einer von uns.“

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