Buntes Treiben an der Treene : Großer Andrang in Schwabstedt

Beim Flohmarkt auf dem Treenevorland wurde gerne gestöbert.
Beim Flohmarkt auf dem Treenevorland wurde gerne gestöbert.

Der traditionelle Pfingstmarkt lockte wieder viele Einheimische und Touristen an. Bei der Jugendkontrolle gab es keine Auffälligkeiten. Viele Autofahrer erhielten jedoch ein Ticket wegen Falschparkens.

shz.de von
26. Mai 2015, 07:00 Uhr

Schön voll war es auf dem 122. Schwabstedter Pfingstmarkt – und schönes Wetter gab es auch, speziell am Pfingstsonntag. „Wir haben mehr Besucher als im Vorjahr“, freute sich Bürgermeister Jürgen Meyer im dicken Trubel. Im fünfstelligen Bereich liegen die Besucherzahlen bereits seit etlichen Jahren. Das große Traditionsfest war auch diesmal wieder Treffpunkt vieler Buten- und Binnenschwabstedter.

Neben der gewohnt langen „Bunten Meile“ bot auch das kulturelle Rahmenprogramm einiges: Das Dr.-Hans-Meyer- Heimatmuseum beging sein zehnjähriges Bestehen. Traditionell wird dort in abgedunkelten Räumen der „Kleine Jahrmarkt“ gezeigt – diesmal mit Modellen von Karl-Heinz Fröhlich. Ebenfalls präsent war Hans-Werner Fuhrmann aus Süderstapel mit seinem „Jahrmarkt en miniature“.

Der Kunsthandwerkermarkt mit Ausstellern aus dem gesamten Norden gehört bereits seit Jahrzehnten zum Pfingstprogramm in Schwabstedt. Das DRK Kirchspiel Schwabstedt hatte das Treenehaus in ein großes Café umgestaltet. Erstaunlich viele Besucher fuhren umweltfreundlich per Fahrrad vor. Auch Friedrichstadts Polizeistationsleiter Andreas Todt nutzte die Stunden vor Dienstbeginn zu einem Bummel mit Ehefrau Stella. Ab 18 Uhr war die Polizei dann im Treenehaus präsent. Die angekündigten Jugendschutzkontrollen fanden zwischen 22.30 und 1.30 Uhr statt. Der Polizeieinsatzleiter: „Der Pfingstmarkt war in den Abendstunden gut besucht. An den Kontrollgängen nahmen neben Polizeibeamten jeweils zwei Mitarbeiterinnen des Jugend- sowie des Ordnungsamtes teil. Insgesamt wurden 30 junge Menschen kontrolliert. Drei Jugendliche unter 16 Jahren wurden von Erziehungsberechtigten abgeholt. Im Vergleich zum Vorjahr, als diese Aktion erstmalig stattfand, wurden weniger Jugendliche von uns angesprochen.“ Mehr als 40 Autofahrer wurden am Sonntagnachmittag mit einem Bußgeld belegt. Sie hatten die als Einbahnstraße ausgewiesene Schlossstraße in falscher Richtung befahren und teils auch dort geparkt. Der Polizeibeamte Hartmut Hilbig, der mit Motorrad auf Streifenfahrt war, notierte Fahrzeugführer gleich reihenweise. „Im Übrigen hat sich die zum zweiten Mal umgesetzte Einbahnstraßen-Regelung im gesamten Ortszentrum gut bewährt“, sagte Bürgermeister Jürgen Meyer. Präsent war auch die Feuerwehr unter Leitung von Wehrführer Klaus-Uwe Graumann, um Besucher auf den erstmals geschaffenen Parkplatz in der Schlossstraße einzuweisen.

Zeitverzögerungen gab es für den DRK-Rettungswagen der Wache Norderstapel, der den Dorfkern am Sonntag um 15.30 Uhr zu einem Notfalleinsatz in unmittelbarer Nachbarschaft des Festgeländes ansteuern musste. Durch den starken Betrieb ebenfalls verzögert erreichte der Notarzt aus Husum den Einsatzort gegen 16 Uhr.

Zahlreiche Besucher fanden sich zum abendlichen großen Feuerwerk am Treene-Ufer ein. Auf großes Interesse stießen die Oldtimer-Kleinstwagen am Pfingstmontag. Premiere hatte auch das „Treene-Bistro“, das ab sofort unter Leitung von Klaus Achtert steht. Ganz Mutige durchquerten die Festmeile übrigens mit Handtüchern und wagten ein Bad in der Treene. Das Vorland war am Pfingstsonntag zusätzlich in einen großen und gut besuchten Flohmarkt umgestaltet worden.

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