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Husumer Nachrichten

22. Oktober 2017 | 18:16 Uhr

Joldelund : Große Stars auf kleiner Bühne

vom

Blues-Award-Preisträgerin Diunna Greenleaf aus Texas spielt in Joldelund. Zweites Festival ein voller Erfolg.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 07:40 Uhr

Joldelund | Er strahlte, der Joldelunder Bäckermeister Gerd Lorenzen. Er hatte sich nicht nur seinen Traum vom zweiten Internationalen Rockfestival mit Schwerpunkt Blues, Funk und Jazz erfüllt, sondern hochkarätige musikalische Gäste in seine Event-Scheune mitten auf dem Land eingeladen. Seit 2007 träumte er davon, die gebürtige Texanerin und Blues-Award-Preisträgerin Diunna Greenleaf mit ihrer Band The Blue Mercy nach Joldelund zu holen.

Wie so oft im Leben spielte ihm nun Kollege Zufall den Auftritt der Grande Dame des Blues zu. Als er kürzlich mit ihrem Manager ins Gespräch kam, suchte sie gerade noch nach einem Auftritt in Deutschland. "Ich habe die Sängerin zum ersten Mal in Eutin erlebt. Damals war ich total begeistert.Und sie nun hier in Joldelund, ich bin happy", so Lorenzen. Ebenso begeistert reagierte das Publikum. Es dauerte nicht lange, bis die Interpretin die Herzen erobert hatte. Die mit ihrer kraftvollen Stimme gesungene Botschaft "Blues ist die Mutter des Jazz, Rock, Rock ’n’ Roll und Soul" kam an. Dichtgedrängt vor der Bühne feierten die Zuhörer tanzend, kreischend und klatschend ihre "Blues-Queen". Sie ließen ihren Emotionen freien Lauf. Bald schon waren sie auch als Background-Chor engagiert.

Nicht minder mitreißend war der Auftritt des dänischen Solo-Blues-Man Max Wolff. Der für den Danish Music Award Nominierte sang mit ganzer Seele Folk und Blues nach guter alter Schule, so ganz im Stile von Ry Cooder und Eric Clapton. Sein ganz besonderer Bluespicking-Stil, der Sound der Slide-Gitarre und geniale Interpretationen rissen das Publikum zu Beifallsstürmen hin.

Pure Lebensfreude brach nicht nur in geballter Form bei den Musikern des Schluss-Acts aus, sondern auch bei den Gästen - und das bis zum Abwinken. Der Hamburger Gitarrist und Sänger Paddy Korn mit der Band The Grand Lobby hatte sein Publikum im Griff. Mit rasanten Gitarren-Soli, ausdrucksstarker Stimme und dem für die Mischung aus Funk, Blues, Soul und Jazz so typischen Bläserteppich, rissen die Musiker auch den letzten vom sprichwörtlichen Hocker. Mittendrin und ganz vorn tanzte sich der Hausherr völlig losgelöst seine Freude von der Seele. "Besser geht nicht", so sein Resümee mit dem gewissen Glanz in den Augen. Das dritte Rockfestival wird, so sein fester Wille, folgen. Der seit seiner Jugend begeisterte Fan von Blues- und Rockmusik hat schon viele Konzerte besucht. "Ohne Musik ist das Leben halb so schön. Sie muss weiterleben, und das wollte ich schon lange den Menschen hier vermitteln", so sein Statement. Die Idee habe er auf einer Geburtstagsfeier entwickelt. Mit dem Kauf eines Rest hofs setzte er sie dann in die Tat um.

"Schönes Ding - eine Bereicherung für die Region", so der knappe Kommentar des Flensburgers Uwe Feddersen. Er habe das Festival genossen, vor allem die gute und friedliche Stimmung. "Das wird sich herumsprechen, wenn solche Größen spielen. Da geht noch mehr. Ich freue mich schon auf das nächste Mal", so Renate Fritz. Die Rendsburgerin hatte von dem Event zufällig aus unserer Zeitung erfahren.

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