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Beltringharder Koog : Große Pläne für Lüttmoorsiel

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Zweckverband will den Kiosk erweitern und dort eine Naturausstellung einrichten. Die Kosten werden auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Dass die an der Badestelle Lüttmoorsiel geplante Bildungseinrichtung – eine Integrierte Station im Bereich des Naturschutzes – mehr Raum für die beabsichtigten Ausstellungen bekommen soll und deshalb deutlich teurer wird als anfangs gedacht, wissen die Mitglieder des Zweckverbandes Beltringharder Koog bereits seit geraumer Zeit. Nun wollen sie bei den Kosten möglicherweise noch eine kleine Schippe drauflegen, denn bei den Überlegungen zur künftigen Gestaltung des bestehenden Kiosk kamen während eines Ortstermins Zweifel darüber auf, ob die Erweiterung dieser Räume bisher nicht zu kleinteilig gedacht war.

So gab Hattstedts Bürgermeister Ralf Heßmann zu bedenken, dass die neue Ausstellung mit Sicherheit größere Veranstaltungen nach sich ziehen wird und zugleich sehr viel mehr Menschen als bisher an die Badestelle strömen werden. „Auch wenn hier im Kiosk nicht großartig gekocht werden darf, so braucht der Pächter doch Platz in der Küche und im Lager, um mit seinem Personal das Catering zu organisieren“, sagte er mit kritischem Blick auf die Skizze, die im Küchenbereich bisher lediglich einige kleinere Umbauten vorsah. Sein Amtskollege Dirk Albrecht von der Gemeinde Reußenköge verschob daraufhin gedanklich die Außenmauer des Anbaus, der derzeit im hinteren Bereich des langgestreckten Gebäudes Küche und Lager beherbergt, um einige Meter nach rechts und schuf so auf Anhieb wesentlich mehr Platz für das sichere Agieren des Personals selbst bei allergrößtem Gästeandrang.

Diesem Vorschlag stimmte das Gremium schließlich einstimmig zu – mit der Einschränkung, dass diese erweiternde Maßnahme die bisher für den Umbau veranschlagten Kosten keinesfalls um mehr als zehn Prozent übersteigen darf. Eine neue Planzeichnung soll allen Mitgliedern schnellstmöglich zugesandt werden. Bevor die am Bau beteiligten Akteure sich zur weiteren Abstimmung am 22. Februar in der Kreisverwaltung treffen, soll gemeinsam mit dem Pächter und dem Architekten geprüft werden, wo beim Kiosk das Maximum für den überbaubaren Raum liegt.

Abschließend legte Verbandsvorsteher Dr. Edgar Techow eine Übersicht zum aktuellen Zahlenwerk vor, das derzeit bei 1,573 Millionen Euro liegt, und ließ Marten Jacobsen vom Amt für Bauwesen und Regionalentwicklung den weiteren Ablauf erläutern. Besonders wichtig, so Jacobsen, sei eine aussagekräftige Begründung für das Vorhaben in einem Umweltbericht, der später in einen Antrag auf Ausnahme von der Landesschutzverordnung münden soll. „Denn eigentlich ist hier ja nichts möglich“, wies er auf den aus naturschutzrechtlicher Sicht extrem sensiblen Bereich hin. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, dass das schwierige Verfahren vielleicht doch schon im Herbst soweit gediehen wäre, dass es aktiv in Angriff genommen werden kann. „Wir hoffen, dass das Grundformat für die neue integrierte Station zum Saisonbeginn im Mai 2018 steht“, fasste Edgar Techow zusammen. Er informierte darüber, dass die zusätzlich zu errichtenden Parkplätze etwa 31.  000 Euro kosten werden.

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