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Nein zu Agrarindustrie : Große Mehrheit will keinen Mastbetrieb

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Langenhorner Gemeindevertretung spricht sich gegen eine Hähnchen-Mästerei mit 160.000 Plätzen aus. Ein dänischer Unternehmer wollte sie neben der Biogas-Anlage errichten, die ihm gehört. Es werden Beeinträchtigungen für Mensch und Natur befürchtet.

Es dauerte keine 20 Minuten und die im Vorfeld heiß diskutierte Hähnchenmastanlage war vom Tisch. Mit einer Enthaltung sowie einer Gegenstimme lehnte der Langenhorner Gemeinderat das Bauvorhaben in Anwesenheit von gut 170 erschienenen Bürgerinnen und Bürgern in der Gaststätte Ingwersen mehrheitlich ab. Damit hatte die von den CDU-, SPD-, FDP- und SSW-Fraktionen gemeinsam erarbeitete Resolution gegen die Planungen ihre Wirkung nicht verfehlt. Sie befürchten Nachteile für Mensch und Natur, beispielsweise durch Geruchs- und Keimemmissionen sowie erhöhten Fahrzeugverkehr. Die Gemeinde sei kein Standort für die industrielle Aufzucht von Masthähnchen. Bürgermeister Horst Petersen erklärte, dass sich auch in der Wählergemeinschaft eine mehrheitliche Meinung dagegen manifestiert hatte. Mit Einverständnis des Gremiums hatte er dem Unternehmenssprecher Rainer Block vor der Entscheidung gewährt, das Projekt noch einmal der Öffentlichkeit vorzustellen.

Zehn Minuten Redezeit bekam er dafür. Zur Anlage selbst verwies er auf die bisherigen Darstellungen in der Presse. Wie berichtet hatte der dänische Unternehmer Robert Helge Beck beantragt, auf dem Gelände nördlich der ihm gehörenden Biogasanlage am Redlingsweg vier Hühnerställe zu bauen. Darin sollten jeweils 40 000 Tiere, also insgesamt 160 000, gemästet werden. Block wies darauf hin, dass die Gewerbesteuereinnahmen in die Gemeindekasse geflossen wären. Auch Arbeitsplätze wären entstanden. Dadurch, dass die Anlage nördlich noch hinter Klärwerk und Biogasanlage, etwas mehr als 1000 Meter vom Dorfkern entfernt, gebaut worden wäre, sei der Immissionsschutz sichergestellt. 26 Institutionen als sogenannte Träger öffentlicher Belange hätten das Vorhaben absegnen müssen, so dass von vornherein sämtliche gesetzliche Auflagen zugunsten der Bevölkerung beachtet und umgesetzt worden wären. Die tägliche Lkw-Belastung würde durchschnittlich bei acht, bezogen auf fünf Arbeitstage, liegen.



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erstellt am 14.Feb.2014 | 07:30 Uhr

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