Rote Zahlen für Wester-Ohrstedt : Große Lücke im Haushalt von Wester-Ohrstedt

Einstimmig wurde der Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet.
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Einstimmig wurde der Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet.

Im Etat von Wester-Ohrstedt für 2018 fehlen voraussichtlich 100.000 Euro. Das liegt unter anderem daran, dass das Land weniger an Schlüsselzuweisungen zahlt.

shz.de von
08. Januar 2018, 10:00 Uhr

Zu den zahlreichen Gästen in der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung in Wester-Ohrstedt gehörte auch Matthias Möhrke. Der Leiter der Kämmerei des Amtes Viöl erläuterte die Haushaltssatzung für das Jahr 2018. Dabei stellte er klar, dass es sich hierbei um Planungsdaten handele. Die tatsächlichen Zahlen würden am Ende des Jahres stehen. „Wir gehen davon aus, dass wir nicht im Überschuss sein werden, ausschlaggebend ist hierfür die deutlich geringere Schlüsselzuweisung.“

Gab es im noch laufenden Jahr eine Landeszuweisung in Höhe von mehr als 400.000 Euro, so werden im kommenden Haushaltsjahr nur gut 260.000 Euro erwartet, erklärte Möhrke weiter. „Wir rechnen derzeit mit einem Fehlbetrag in Höhe von gut 100.000 Euro.“ Dennoch habe man sich entschieden, die Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer auf dem bisherigen Niveau zu belassen. Insgesamt muss die Gemeinde mit deutlich weniger Zuwendungen und Umlagen rechnen. „Gleichzeitig erhöhen sich aber die Pflichtumlagen, zu denen die Kreis- und die Amtsumlage gehören, auf fast 600.000 Euro“, rechnete Möhrke vor. Dabei seien die Umlage für den Schulverband sowie die Schulkosten- und die Kindergartenbeiträge noch nicht berücksichtigt. Die hohen Pflichtumlagen und Pflichtausgaben ließen der Gemeinde nur einen engen Gestaltungsspielraum zu. „66 Prozent der Gesamtaufwendungen betragen die Pflichtumlagen, wogegen sich die Gemeinde nicht wehren kann“, so der Leiter der Kämmerei. Nach kurzer Beratung segnete das Gremium unter der Leitung des neuen Bürgermeisters Sven Caspersen den Haushalt für 2018 ab.

Zur Sprache kam auch der evangelische Kindergarten. Derzeit würden 68 Kinder die Einrichtung besuchen, 48 kämen aus Wester-Ohrstedt. Der Kindergarten sei voll ausgelastet, war aus dem Gremium zu hören, wogegen sich Widerspruch erhob. Der Kindergarten führe derzeit eine Notgruppe mit sieben Kindern und sei daher überbelastet. Dieser Zustand werde sich in den kommenden Jahren vermutlich nicht ändern. Nach einer langen Diskussion einigten sich die Gremiums-Mitglieder darauf, Gespräche mit dem zuständigen Kirchenkreis zu führen, um diesen Zustand zu beheben. Auch ein eventueller Anbau wurde dabei ins Gespräch gebracht.

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