Blühendes Bredstedt : Große Hilfsaktion für die Bienen

Werben gemeinsam für die  Aktion: Bredstedts Bürgermeister Knut Jessen und Annemarie Matthießen vom Naturzentrum Mittleres Nordfriesland.
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Werben gemeinsam für die Aktion: Bredstedts Bürgermeister Knut Jessen und Annemarie Matthießen vom Naturzentrum Mittleres Nordfriesland.

Das Naturzentrum Mittleres Nordfriesland und die Stadt Bredstedt rufen die Bürger dazu auf, Lebensraum für die Insekten zu schaffen. Es sollen Blumen- und Wildkräuterinseln angelegt werden.

shz.de von
02. April 2014, 17:30 Uhr

Mit einfachen Mitteln lebensfreundliche Oasen für Honigbienen mitten in der Stadt zu schaffen, das ist Sinn und Zweck der Aktion „Bredstedt blüht auf“. Den Startschuss zum gemeinsamen Projekt des Naturzentrums Mittleres Nordfriesland und der Stadt Bredstedt gaben Ehrenamtlerin Annemarie Matthießen und Bürgermeister Knut Jessen nun ganz offiziell. Ab sofort wird an alle Haushalte das dazu aufgelegte Faltblatt verteilt. Darin wird komprimiert und einfach die Umsetzung erläutert. „Wir Menschen brauchen die blütenbestäubenden Tiere, um überleben zu können“, erklärte Matthießen. Das Problem: Die summenden, fliegenden Mitbewohner des Planeten verfügen über immer weniger Lebensraum. Es fehlen vermehrt nektar- und pollenreiche Stauden, blühende heimische Sträucher, Wildpflanzen und Kräuter, wenig bearbeitete Feldraine oder kleine „wilde“ Ecken in den Gärten. Stattdessen finden sie oft kurz gemähte Rasenflächen, Schotterbeete, Pflastersteine, fremdländische, für sie wertlose Pflanzen und auf den Äckern wachsen Monokulturen.

Was kann nun jeder Bürger der Stadt tun? Das einfache Rezept: „Ein Stück Erde tiefgründig auflockern, durchharken, eine bunte Blumenmischung einsäen, wachsen und blühen lassen.“ Einige wenige Garten- und Hausbesitzer hätten das, so Matthießen, schon umgesetzt. Wichtige Tipps vom Stadt-Chef: „Verzichten Sie auf Unkrautbekämpfung im üblichen Sinn sowie auf Insektenbekämpfungsmittel. Machen Sie einfach mit.“ Die Bauhofmitarbeiter hätten bereits einige Beete vor dem Freibad angesät. Auch in der Gress-Straße gibt es bereits Wildkräuter- und Blumeninseln. Allerdings müsse jeder Bürger damit leben, dass nach dem Abblühen die kleinen Oasen bis zur nächsten Blüte tatsächlich – gewollt – „wild“ aussehen. „Also dann bitte nicht den Bauhof anrufen“, so Jessen schmunzelnd.

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