zur Navigation springen

Haftbefehl wegen Totschlags : Grausiger Fund: Polizei stößt auf Leiche

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In einem Schrebergarten entdecken Kriminalbeamte den Vermissten Patrick B. Ein Bekannter vermutete bereits vorher, dass er tot sei. Ein 27-Jähriger steht im dringenden Verdacht, den Vermissten erstochen zu haben.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Aus dem Verdacht, der sich im Bekanntenkreis des seit 1. September verschwundenen Patrick B. (Foto) immer mehr verhärtet hatte, ist Gewissheit geworden: Der Vermisste ist tot. In einem Schrebergarten hinter dem Bredstedter Friedhof stießen Polizisten am Dienstag, 29. Oktober, durch den Einsatz von Diensthunden und technischem Gerät auf die vergrabene Leiche von Patrick B.. Zeitgleich durchsuchten 100 Beamte sechs Häuser im Raum Bredstedt.

„Ein 27-Jähriger aus Bredstedt steht im dringenden Verdacht, ihn erstochen und die Leiche unter einem Gartenteich versteckt zu haben“, sagte die Flensburger Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt am Mittwoch, 29. Oktober. Weitere Details zu dem Ort nannte sie nicht. Der mutmaßliche Täter habe ein Geständnis abgelegt. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl wegen Totschlags. Das 25 Jahre alte Opfer sei mit mehreren Stichen attackiert worden, die Obduktion in der Rechtsmedizin dauere noch an, hieß es.

Ein Bekannter sagte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, ihm sei seit dessen spurlosem Verschwinden klar gewesen, dass Patrick B. nicht mehr leben würde: „Der hat Schulden gehabt – deswegen wurde er getötet“, so der 23-Jährige, der wie Patrick B. lange Zeit in Bredstedt gewohnt hat. Sie hätten sich gut gekannt. Nach seiner Schilderung habe sich das Opfer im Umfeld der Rauschgift-Szene bewegt.

In der Stadt seien nach den Worten des 23-Jährigen „schon immer“ Drogen verkauft worden. Der Insider vermutet, dass von den 16- bis 23-jährigen Bredstedtern jeder Dritte Drogen konsumiert. Seiner Ansicht nach sei die Stadt dafür bekannt. Diese Aussagen würden auch die umfangreichen Durchsuchungen von mehreren Objekten durch insgesamt 100 Polizeikräfte im Raum Bredstedt erklären.

Das Großaufgebot setzte sich aus Kräften des Polizeireviers Niebüll, der Landespolizeidirektion für Aus- und Fortbildung in Eutin und des Spezialeinsatzkommandos der Landespolizei zusammen.

Die genauen Hintergründe der Tat müssten noch geklärt werden, hieß es von Seiten der Mordkommission. Intensive Ermittlungen der Bezirkskriminalinspektion Flensburg hatten auf die Spur des mutmaßlichen Täters geführt. Weitere Angaben wurden aus ermittlungstaktischen Gründen bislang nicht gemacht.

Der Tote habe nach den Angaben seines Bekannten zuletzt nicht mehr in Bredstedt gelebt, sondern in Südtondern – in der Nähe von Niebüll.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen