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Husumer Nachrichten

24. November 2017 | 03:16 Uhr

Ein Meisterstück : Glückspferd aus Hufeisen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine Pferdeskulptur in Lebensgröße, aus mehr als 1500 Hufeisen zusammengeschweißt, versteigert der Uelvesbüller Arno Domeyer (64) zugunsten krebskranker Kinder.

Es ist ein sehr ungewöhnliches Objekt, das Arno Domeyer aus Uelvesbüll versteigern möchte. In seiner Werkstatt steht ein großes, metallenes Pferd aus mehr als 1500 Hufeisen. Diese hatte er von Hufschmied Frank Timmsen aus Witzwort geschenkt bekommen. Es ist Domeyers persönliches Meisterstück. Das Geld aus der Auktion wird jedoch nicht in seine private Kasse fließen. „Die Summe kommt dem Waldpiraten-Camp der Deutschen Kinderkrebsstiftung in Heidelberg zugute“, verspricht der 64-jährige.

In Lebensgröße steht das eiserne Pferd so da, als wolle es jeden Moment davongaloppieren. Domeyer, der als Polyesterverarbeiter bei der Firma Husumer Kunststofftechnik beschäftigt ist, hat sich das Schweißen selbst beigebracht. Ein ganzes Jahr hat er täglich an seinem Hengst gearbeitet. „Ich glaube, da kommen mehr als 1000 Arbeitsstunden zusammen“, rechnet er vor und verweist auf die aufwendigen Abläufe. Jedes Hufeisen musste einzeln verarbeitet werden, was bedeutete, jedes blank zu schleifen und zu polieren, „damit sie überhaupt aneinandergeschweißt werden konnten“. Mehr als 100 Schleif- und Trennscheiben waren dazu nötig. Auch wurden die einzelnen Stücke auf dem Amboss in Form geschlagen.

Doch nun steht das stolze Stück fertig in der Werkstatt und wartet auf seinen neuen Eigentümer. Die Gebote können sofort über Telefon (04864/577) oder per Brief bei Arno Domeyer eingereicht werden (Barneckemoor 3 in 25889 Uelvesbüll). Das Mindestgebot soll bei 8000 Euro beginnen. „Da steckt harte Arbeit dahinter, und außerdem soll den krebskranken Kindern geholfen werden“, erklärt Domeyer die hohe Einstiegssumme. Vorerst sind vier Wochen für die wohltätige Versteigerung angesetzt. „Wenn das Interesse groß ist, wird die Frist verlängert.“

Im Ferien- und Freizeitcamp der Deutschen Kinderkrebsstiftung sollen die jungen Patienten – auch zusammen mit Geschwistern – nach ihren oft langen und schweren Therapien Kraft und Zuversicht aufbauen. Neben den Freizeiten finden in der Heidelberger Einrichtung Veranstaltungen statt, zu denen Seminare gehören, bei denen es unter anderem um neue medizinische Erkenntnisse und Behandlungsverfahren geht. Auch Tod und Trauer werden als Thema nicht ausgeklammert.

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