Gästebefragung in St. Peter-Ording : Glückliche Urlauber in St. Peter-Ording

Strand und Meer sind für Urlauber die Topgründe, nach St. Peter-Ording zu reisen.
Strand und Meer sind für Urlauber die Topgründe, nach St. Peter-Ording zu reisen.

Die große Mehrheit der Gäste findet St. Peter-Ording einfach super, ergab die Befragung 2017.

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08. März 2018, 06:00 Uhr

Die Touristiker in St. Peter-Ording können mit ihrer Arbeit sehr zufrieden sein, denn auch die Urlauber sind sehr zufrieden mit dem Nordseebad. Das ergab – wie schon 2015 – die Gästebefragung 2017. „St. Peter-Ording ist auf Kurs“, lobte Henrike Beer vom Kieler Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa, kurz NIT. Sie stellte die Ergebnisse in der jüngsten Veranstaltung von „TZ im Dialog“ vor. 1300 Urlauber im Alter ab 13 Jahren hatten an der schriftlichen Umfrage im vergangenen Jahr teilgenommen.

Den größten Anteil machen, nicht überraschend, die Natururlauber mit 42 Prozent der Befragten aus, 26 Prozent sind Entschleuniger (sie kommen wegen Natur, Wellness und Genießen nach St. Peter-Ording), 17 Prozent sind Familien und 14 Prozent Neugierige. Mit Natur und Meer punktet der Badeort nach wie vor: So nennen 83 Prozent als Reisegrund Strand, Meer und Bademöglichkeiten, 72 Prozent Klima und Luft, 70 Prozent Erholungsmöglichkeiten und 64 Prozent Landschaft und Lage. 23 Prozent gaben an, wegen des Weltnaturerbes Wattenmeer nach St. Peter-Ording zu kommen, genau wie 2015. Der Durchschnitts-Gast ist 53,7 Jahre alt und damit etwas jünger als im Landesvergleich. Er bleibt neun Tag und gibt 75 Euro pro Tag aus, sieben Euro mehr als 2015. 52 Prozent verfügen über ein Nettoeinkommen von mehr als 3000 Euro. „Diese Klientel ist bereit, etwas zu geben, möchte im Gegenzug aber auch etwas für ihr Geld haben“, so Henrike Beer.

Angesichts der Verkehrsprobleme im Sommer wunderte sich niemand der rund 70 Zuhörer im Dünen-Hus, dass 88 Prozent der Gäste mit dem Auto anreisen, zehn Prozent mit der Bahn. Letzteres bekomme aber einen höheren Stellenwert, sagte die Referentin. Gern wird die Umgebung erkundet, 77 Prozent der Befragten unternehmen fünf Ausflüge pro Aufenthalt, die deutliche Mehrheit mit dem Auto.

Henrike Beer nahm auch die Zufriedenheit noch genauer unter die Lupe. Die Auswertung hat – genau wie 2015 – eine 1,7 als Durchschnittsnote ergeben. „Das entspricht einer sehr hohen Zufriedenheit“, betonte sie. Im einzelnen lobten die Gäste Anreise, Ortsbild, Landschaft und Unterkunft mit sehr gut, beim Freizeitangebot waren es Radfahren, Baden und Strand. Am schlechtesten schnitten Versorgung mit Internet, Veranstaltungen und Shopping ab.

Die Urlauber wurden auch nach ihren persönlichen Glücksmomenten befragt. Dazu trugen Meer und Strand mit Sonnenuntergang und Aktivitäten wie Yoga oder Kitesurfen bei. Aber auch das Golfspielen im Rollstuhl wurde genannt. Weitere Glücksmomente bescherten die Sauberkeit und das gepflegte Ortsbild, das Ambiente der Dorfstraße sowie die Strandpromenade und die abwechslungsreichen Rad- und Wanderwege sowie das kostenlose Parken auf dem Marktplatz. Insgesamt 211 Nennungen gingen ein.

Unter dem Stichwort Kritik gab es 209 Antworten. So wurden unter anderem fehlende Schließfächer am Strand, fehlendes Angebot bei schlechtem Wetter, sterile Reetdach-Unterkünfte und schlechte Straßenverhältnisse moniert. Manche wünschten sich einen Ausbau der Radwege, andere kritisierten, dass durch die Bautätigkeit der Charakter des Ortes verloren gehe. Und wie nicht anders zu erwarten, waren auch Hunde wieder ein Reizthema. Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff appellierte energisch an die Einheimischen mit gutem Beispiel voranzugehen, ihre Hunde anzuleinen und die Hinterlassenschaften richtig zu entsorgen. Sie erhielt Beifall, als sie von Bußgeldern sprach.

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