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Husumer Nachrichten

22. August 2017 | 22:43 Uhr

Glücklich auf dem Dorf

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Von Kiel über Husum nach Schwesing: Familie Grages fühlt sich auf dem Land pudelwohl

Till ist mächtig stolz auf sein Kinderzimmer. „Das ist richtig groß. Soll ich es Dir zeigen?“, fragt der jüngste Spross der Familie Grages. Momentan kann der fast Dreijährige noch nicht abschätzen, dass er das kleinste Zimmer im Haus hat. Seinen Schwestern Janna (7) und Jella (5) stehen im Obergeschoss größere Refugien zur Verfügung. „Aber momentan sind alle glücklich und zufrieden“, freut sich Erik Grages. Vor sieben Jahren zog der 35-Jährige mit seiner Frau Ines (36) von Kiel nach Husum. Sie fühlten sich von Beginn an wohl an der Westküste und beschlossen, hier dauerhaft ihre Zelte aufzuschlagen – vielmehr sich häuslich niederzulassen und den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen.

„Das ging alles relativ schnell“, beschreibt Ines Grages den Weg vom Traum zum Haus. Das Internet bot eine Vielzahl von Objekten und Möglichkeiten an. Es wurden Kataloge gewälzt, Zeitschriften studiert und Musterhäuser angeschaut. Wenig später saß das Ehepaar dann mit einem Mitarbeiter einer Fertighaus-Firma zusammen. Schnell war das ideale Haus gefunden. Was fehlte, war ein passendes Grundstück. Hier die Maßgabe: Da Erik Grages als Lehrer in Husum beschäftigt ist, durfte das künftige Eigenheim maximal zehn Kilometer von der Kreisstadt entfernt sein. „Ich wollte mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren“, sagt der Familienvater.

Schon zwei Tage nach dem Besuch rief der Fertighaus-Vertreter an und stellte der Familie diverse Baugebiete vor – unter anderem eine Parzelle in Schwesing. „Für uns stand ganz schnell fest, dass das unser Grundstück ist“, sagt Ines Grages.

Die Familie gehörte zu den ersten Neuansiedlern im Baugebiet 5. Während es auf den Nachbargrundstücken nach und nach voran ging, passierte auf dem 860 Quadratmeter großen Grundstück der Neu-Schwesinger lange Zeit nichts. Lediglich die Bodenplatte war erstellt worden. Als der junge Bauherr wenige Tage vor dem Richtfest im Baugebiet Einladungen verteilte, konnten die meisten der künftigen Nachbar gar nicht glauben, dass dort ein paar Tage später gefeiert werden sollte. Doch so war es. Eines morgens kamen die Handwerker mit zwei riesigen Lkw und machten sich ans Werk. „Um 8 Uhr ging es los und um 21 Uhr haben wir Richtfest gefeiert“, sagt Ines Grages.

Während andere Familien ob der oft langwierigen Bauphase und Unstimmigkeiten mit Handwerkern stöhnen, ist Familie Grages ein Musterbeispiel für glückliche Bauherren. „Wir hatten mit allem Glück“, sagt Erik Grages, der während der Ferien lediglich als Handlanger auf der Baustelle im Einsatz war. Sämtliche Arbeiten ließen die Grages von Fachleuten ausführen. Aus einem einfachen Grund: „Wir haben keine Handwerker in der Familie.“

Ein verputztes Haus mit Holzständerwerk nennen die Grages’ seit 2009 ihr Eigen. Rund 160 Quadratmeter Wohnfläche stehen dem Ehepaar und ihren drei Kindern zur Verfügung. Sämtliche Schlafzimmer und das Bad befinden sich im Obergeschoss. „Wichtig war uns eine geschlossene Küche“, sagt Erik Grages. „Denn bei uns ist sie eher Arbeits- und Lebensraum.“ Auch einen Kaminofen sollte das Traumhaus haben – und der steht jetzt auch im lichtdurchfluteten Wohnzimmer. Vor dem Haus befindet sich ein Staudengarten, hinterm Haus eine Spielwiese und die Terrasse. Auf die ist Erik Grages besonders stolz – denn er hat sie in Eigenleistung erstellt.

Familie Grages fühlt sich rundum wohl in Schwesing. „Wenn ich Feierabend habe, ist das nicht nur Freizeit“, sagt Erik Grages. „Das ist hier wie Urlaub“, so der 35-Jährige. Seine Familie und er sind angekommen. Und während Ines Grages den Vorsitz im Kindergarten-Förderverein übernommen hat, ist ihr Mann seit Dezember sogar Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr im Ort. Ein stärkeres Bekenntnis, seine Zuneigung zur neuen Heimat zu bekunden, ist kaum möglich.

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erstellt am 24.Aug.2013 | 00:37 Uhr

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