Aus den Gemeinden : Glasfaser-Versorgung in Sicht

Die Hausnummern, hier beispielsweise Christianswarft, gehören eigentlich zur Straße Am Kanal. Regelmäßig fahren also Besucher und Zulieferer an den Sackgassen vorbei.
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Die Hausnummern, hier beispielsweise Christianswarft, gehören eigentlich zur Straße Am Kanal. Regelmäßig fahren also Besucher und Zulieferer an den Sackgassen vorbei.

Das Warten auf das Glasfasernetz hat in der Gemeinde Ockholm bald ein Ende. Spätestens 2020 sollen alle Häuser versorgt sein.

shz.de von
16. April 2018, 09:00 Uhr

Die wichtigste Botschaft in der jüngsten Sitzung des Ockholmer Gemeinderates lautete: Das Warten auf die Versorgung mit dem Glasfasernetz hat bald ein Ende. Spätestens 2020 will die Breitbandnetz Gesellschaft (BNG) Nordfriesland sowohl die Innen-, als auch Außenbereiche im Gebiet der Kommune bis an jedes Haus mit der zukunftsfähigen Technologie versorgt haben. Das bekräftigte die Marketingbeauftragte Kerrin Carstensen von der BNG im Rahmen ihres Vortrages, vorbereitend für die am 24. und 25. April in der Alten Schule stattfindenden Info-Veranstaltungen für alle Bürger, die bereits eingeladen worden sind.

„Wir kommen unserem Ziel näher, kostenfrei Glasfaserkabel bis an jedes Haus zu legen“, so Carstensen. Es sei möglich, bereits jetzt Verträge mit dem Provider Nordisch net abzuschließen. Das habe keine Nachteile. Sie werden erst aktiviert, wenn die Technik stehe. Auch hierüber werde jeder detailliert und in Einzelgesprächen beraten. Den genauen Zeitpunkt, wann der Ausbau in Ockholm startet, steht noch nicht fest. Die lege der Planer fest. Derzeit laufe die Ausschreibung für die Planungsarbeiten. Sobald ein Planungsbüro beauftragt ist, würden die Tiefbauarbeiten ausgeschrieben. In welchem Ort begonnen werde, entscheide sich dann, so Carstensen.

Wer jetzt nicht auf den Zug aufspringe, so Bürgermeisterin Claudia Weinbrandt, der müsse bei einer späteren Nachrüstung für einen Breitband-Anschluss bis zum Haus mit mindestens 1500 Euro rechnen. Besser wie derzeit zum Nulltarif ginge es nicht. Jeder Hausbesitzer sollte vorsorgen für die Zukunft, auch wenn er den Anschluss selbst gerade nicht benötige.

Einstimmig votierte das Gremium für den erneut vorgelegten und überarbeiteten II. Nachtrag des öffentlich-rechtlichen Vertrages mit dem Schulverband Mittleres Nordfriesland. Der strittige Paragraf 6, informierte die Bürgermeisterin, sei herausgenommen worden, so dass alle Kommunen, die im Schulverband sind, der Änderung noch einmal zustimmen müssen.

Eher als wohlwollende Geste stimmten die Gremiumsmitglieder bei drei Enthaltungen dafür, 50 Euro als Anteil für eine Machbarkeitsstudie für die Installation eines vom Windpark III Bordelum geplanten Info-Zentrums auf dem Areal der ehemaligen Gaststätte Nissenshörn beizusteuern. Die Betreiber wollen, wie berichtet, eine interaktive Ausstellung nach dem Motto „Energie Erleben Westküste“ einrichten. „Ich glaube, das wird keine Erfolgsgeschichte“, so die Bürgermeisterin. Der Standort an der Landesstraße 191 zwischen Bredstedt und Schlüttsiel dürfte denkbar ungünstig sein. Die meisten Urlauber würden dort eher nicht extra anhalten wollen, weil sie durchreisten. Über die Thematik erhielten sie in der ganzen Region genug Informationen.

Einmütig „Ja“ sagten die Vertreter pro Druck einer Neuauflage der Dorfchronik. 1000 Euro wollen sie dafür investieren. Es kämen häufiger Anfragen – sowohl von älteren Bürgern, als auch Neu-Ockholmern, so die Bürgermeisterin,

Schließlich befürworteten die Gemeindevertreter den Antrag eines Einwohners einstimmig. Er hatte darum gebeten, auch an den Einfahrten zu den Sackgassen Redlefswarf und Christianswarf in der Straße Am Kanal die derzeit dort angebrachten grünen Schilder gegen die üblichen Straßenschilder auszutauschen. Besucher oder Lieferanten, so begründete er, würden die jetzigen angebrachten grünen Hinweisschilder ignorieren und vergeblich die Hausnummern suchen, weil sie ja daran vorbei fahren, eben auf der Hauptstraße am Kanal entlang. Sie würden die Nummern auf die Warftbezeichnungen beziehen. „Ja, das irritiert tatsächlich“, bestätigte Weinbrandt.












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