Breitband-Zweckverband Südliches Nordfriesland : Glasfaser-Vermarktung im Herbst

Nach der Vertragsunterzeichnung: (v. l.) Rechtsanwalt Gerrit Woitag, Detlef Honnens, René Saupe, Dirk Moysich und Herbert Lorenzen.
Nach der Vertragsunterzeichnung: (v. l.) Rechtsanwalt Gerrit Woitag, Detlef Honnens, René Saupe, Dirk Moysich und Herbert Lorenzen.

Der Breitband-Zweckverband Südliches Nordfriesland hat ein Unternehmen für den Bau des Glasfasernetzes gefunden.

shz.de von
22. Juni 2018, 11:00 Uhr

Die erste große Hürde für eine stabile und flächendeckende Glasfaserversorgung im Bereich des Breitband-Zweckverbandes südliches Nordfriesland (BZSNF) ist geschafft. Demnächst kann mit Ausbau des Netzes begonnen werden, denn ein Betreiber ist gefunden. In einer kleinen Feierstunde in der Eiderstedter Amtsverwaltung in Garding setzten der Verbandsvorsteher Detlef Honnens und der Geschäftsführer des Unternehmens Net-Service aus Flensburg die Unterschriften unter das Vertragswerk. „Es war ein sehr kompliziertes Verfahren, mit dem wir europaweit nach einem Pächter und eine Betreiber gesucht und ausgeschrieben hatten“, erläuterte BZSNF-Geschäftsführer Herbert Lorenzen im Beisein der Bürgermeister aus den Mitgliedsgemeinden. Von dem Ausbau mit dem schnellen Internet können insgesamt 37 Kommunen in den Ämtern Viöl, Nordsee-Treene und Eiderstedt sowie die Städte Friedrichstadt und Tönning profitieren. „Von den acht Bewerbern konnte die net service GmbH & Co. KG aus Flensburg mit ihrem Pachtangebot und dem damit verbundenen Breitbandkonzept uns überzeugen“, so Lorenzen weiter.

„Wir werden die passive Netzinfrastruktur des BZSNF, die in den kommenden zwei Jahren gebaut wird, für 25 Jahre pachten und als Betreiber mit aktiven Komponenten ausstatten“, versprachen Geschäftsführer Dirk Moysich und Prokurist René Saupe. „Wir wollen im engen Zusammenspiel mit den Gemeinden das Projekt durchführen und damit der Bevölkerung etwas Gutes tun“, fügte Saupe hinzu. Wann und wo der Bagger anrollt, stehe noch nicht fest. Aber schon nach den Sommerferien solle mit der Vorvermarktung begonnen werden, sagte Lorenzen. „Dann liegt es an den Hausbesitzern, ob sie dieses Angebot in Anspruch nehmen wollen oder nicht.“ Eine Anschlussquote ist noch nicht festgelegt. Während der Vorvermarktungsphase sei der Glasfaser-Hausanschluss kostenlos.

Dirk Moysich warb für dieses Projekt. „Je mehr sich daran beteiligen, um so besser ist das.“ Jedes Gebäude könne mit einem eigenen Glasfaseranschluss angeschlossen werden. „Damit sind Bandbreiten von über einem Gbit/s möglich.“ Die Suche nach geeigneten Tiefbaufirmen, die das gut 923 Kilometer lange passive Netz aus Glasfaserkabel errichten sollen, hat bereits begonnen.

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