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Winterkirche auf Eiderstedt : Gläubige rücken zusammen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In Katharinenheerd beginnt am Sonntag (10. Januar) die Winterkirche. Vier Gemeinden halten dort bis Palmsonntag gemeinsam ihren Gottesdienst ab.

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erstellt am 08.Jan.2016 | 17:28 Uhr

Die Advents- und Weihnachtszeit ist vorbei und damit auch die Zeit der Andachten und festlichen Gottesdienste. In den Kirchengemeinden hält sozusagen der graue Alltag am Sonntag wieder Einzug. In der Mittelregion Eiderstedt rücken die Gläubigen jetzt zusammen, treffen sich dem 10. Januar jeden Sonntag nur in einem Gotteshaus. Seit fünf Jahren wird zwischen Westerhever und Vollerwiek zur Winterkirche eingeladen. Bislang wurde sie im Januar und Februar abgehalten, in diesem Jahr läuft die Reihe erstmals bis Palmsonntag. Aus Garding sowie den Kirchengemeinden Heverbund, Welt- und Vollerwiek und Tetenbüll-Katharinenheerd kommen die Mitglieder diesmal nach Katharinenheerd. Pastor Thomas Knippenberg sowie die Kirchenvorsteher Hannelore Riepl (Welt-Vollerwiek) und Helmut Oesen (Tetenbüll-Katharinenheerd) freuen sich auf die kommenden elf Wochen. Bis einschließlich Palmsonntag werden in St. Katharina die Gottesdienste gehalten, jeden Sonntag. Man will zusammenrücken – und Heizkosten sparen. Und das kommt gut an. Die Winterkirche erfreut sich großer Beliebtheit, sie stärkt den Gemeinschaftssinn, die Besucher lernen neue Menschen kennen oder treffen Verwandte und Bekannte. Beliebt ist auch der Kirchenkaffee, der in der Winterkirche immer im Anschluss an den Gottesdienst in der Kirche aufgetischt wird. Die hölzernen Tische stehen in St. Katharina schon bereit. „Diesmal wird es ein besonderer Start“, sagt Pastor Thomas Knippenberg. Denn am 10. Januar wird am ältesten Taufbecken der Halbinsel in Katharinenheerd ein kleines Mädchen aus Westerhever von dem Pastor aus Garding getauft – mit Nordseewasser. Um die Taufe und die Tauferinnerung geht es dann. Und so wie dieser Gottesdienst stehen alle der Winterkirche unter einem bestimmten Motto, das sich immer auf den Predigttext des Sonntags bezieht. Und sie werden in unterschiedlichen Formen abgehalten: Mal gibt es sehr viel Musik, mal steht die Familie im Mittelpunkt, mal wird auf Platt gepredigt. Den Abschluss bildet am 20. März der Konfirmanden-Vorstellungsgottesdienst. „Damit machen wir eine alte Tradition lebendig“, so Knippenberg. „Palmarum war für die Jugendlichen früher der Tag des Schuljahrswechsel oder der Start in die Lehrzeit.“

„Die Kirchengemeinde Tetenbüll-Katharinenheerd freut sich in diesem Jahr Gastgeber zu sein“, sagt Helmut Oesen. Pastor Thomas Knippenberg freut sich auf Unterstützung durch die Pastoren i. R. Sönke Hansen und Gerhard Rosenbrock sowie durch Theologin Karen Paulsen. Denn derzeit liegt besonders viel Arbeit auf seinen Schultern: Tetenbülls Pastor Holger Beermann ist nach Hamburg gezogen, und Pastorin Eva Hoefflin ist erkrankt. Auch die übrigen Aufgaben werden unter den Kirchengemeinden aufgeteilt: die Kirchenmusik, der Küsterdienst und die Lesung. Wer nun sorgen hat, dass Beerdigungen oder Trauungen nicht in der eigenen Dorfkirche gehalten werden, den beruhigt der Pastor : „Es werden dort alle Amtshandlungen stattfinden.“

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