zur Navigation springen

Tönninger Haushalt : Gewerbesteuer sprudelt in Tönning

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Einnahmen der Stadt Tönning fallen für 2017 um knapp 410.000 Euro höher aus. Im Haushalt beläuft sich der Überschuss auf 603.300 Euro.

Zahlen über Zahlen hatten die Vertreter des Tönninger Finanzausschusses in ihrer jüngsten Sitzung zu wälzen, bevor sie den Nachtragshaushalt 2017 absegneten. Kämmerer Michael Witt vom Amt Eiderstedt erläuterte das mehrseitige Papier. Die Aufstellung war erforderlich geworden, weil im Bereich der laufenden Verwaltungstätigkeit bei den Steuern, allgemeinen Zuweisungen und Umlagen zum einen seitens des Landes die Festsetzungen der Fehlbetragszuweisungen für 2010 zu Mehraufwand beziehungsweise Mehrauszahlung von 106.000 Euro sowie für die Jahre 2011 und 2012 zu Mehrerträgen beziehungsweise –einzahlungen von 2,4 Millionen Euro geführt hatten. Daraus resultierte eine Verbesserung von 2,3 Millionen Euro. Zum anderen stellte er fest, dass das Gewerbesteueraufkommen 2017 voraussichtlich um 409.300 Euro höher als geschätzt ausfallen wird. Abzüglich der so bedingt um 73.800 Euro höheren Gewerbesteuerumlage werden sich immer noch 335.500 Euro positiv auf das Jahresergebnis auswirken.

Weiter wird im Investitionsbereich der Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen von null auf 700.000 Euro angehoben, um in 2018 zeitnah eine Erweiterung der Lärmschutzwand im Baugebiet Nr. 19 umsetzen zu können. Hintergrund ist, dass die Grundstücke im Bereich der ersten beiden Bauabschnitte nahezu vollständig veräußert oder reserviert sind und deshalb also im kommenden Jahr die Erschließung des dritten Abschnittes erfolgen soll. Dafür muss zuallererst die Lärmschutzwand vollständig ausgebaut werden. Wegen der Dauer der Planungsphase, so Witt, sei es ohnehin sinnvoll, noch in diesem Jahr mit den vorbereitenden Maßnahmen zu beginnen, um möglichst zügig in die Ausschreibung einzusteigen. Die Kostenschätzung für die Lärmschutzwand beläuft sich auf rund 500.000 Euro. Weiter soll bei der Grundschule am Ostertor mit Förderzentrumsteil im kommenden Jahr die abgängige Sporthalle durch einen Anbau ersetzt werden. Um die Vorplanung rechtzeitig zu starten, ist noch bis zum Jahresende eine Verpflichtungsermächtigung zu Lasten 2018 in Höhe von 200.000 Euro einzuplanen. Die Kostenschätzung für die Gesamtmaßnahme liegt bei 3,2 Millionen Euro. Anstatt eines voraussichtlichen Fehlbedarfs im Haushalt 2017 von 2,1 Millionen Euro wird der Ergebnisplan im Nachtrag einen rechnerischen Jahresüberschuss von 603.300 Euro ergeben. Abzüglich der Fehlbedarfszuweisungen des Landes für die Vorjahre über 2,3 Millionen Euro wird der effektive Fehlbedarf 1,7 Millionen Euro betragen. „Das entspricht einer Verbesserung von 365.900 Euro“, so Witt.












zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen