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Husumer Nachrichten

17. Oktober 2017 | 06:30 Uhr

Gewerbegebiet erhält zweite Zufahrt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Dadurch soll eine bessere Anbindung der Fläche im Mildstedter Ortsteil Rosendahl erreicht werden

von
erstellt am 04.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Das neue Gewerbegebiet im Mildstedter Ortsteil Rosendahl war gleich mehrfach Thema in der Sitzung der Gemeindevertreter. In der Einwohnerfragestunde begehrte ein Bürger Auskunft darüber, warum die Erschließungskosten für diese Fläche von 50 000 auf 135 000 Euro angestiegen seien. Bürgermeister Bernd Heiber (SPD) erklärte: „Zunächst war ja nur eine Stichstraße geplant. Zur besseren Anbindung und Erschließung sind jetzt zwei Zufahrten gebaut worden. Dann musste die Straße einen stärkeren Straßenbelag erhalten, um das rückwärtige Gelände zu erreichen. Zusätzlich wurde eine Regenwasserverrohrung notwendig. Und im Übrigen lagen die von den Firmen eingereichten Erschließunsangebote deutlich über dem, was wir gedacht hatten.“ Die Kostensteigerungen würden aber nicht die Gemeinde, sondern die Käufer belasten, betonte er an anderer Stelle während der Sitzung. „Wir machen mit dem Verkauf der Grundstücke keinen Gewinn.“ Einstimmig beschlossen wurde, den Quadratmeterpreis von 32 auf 35 Euro anzuheben. Telse Jacobsen (CDU) schlug vor, am Gewerbegebiet ein großes Werbeschild aufzustellen. Dies soll auch geschehen. Alle Firmen, die Interesse am Grundstückskauf bekundet haben, werden angeschrieben, so Heiber.

Zum Auftakt der Sitzung, an der alle 17 Kommunalpolitiker teilnahmen, holte der Bürgermeister die Verpflichtung der Gemeindevertreter Hans-Dieter Emmel (CDU) und Günter Jacobsen (FDP) nach.

Dann ein deftiges Ärgernis, wie der Bürgermeister berichtete: „Ein Herr mit großem schwarzen Hund und eine Dame mit einem großen hellen Hund haben ihre Tiere gezielt in die Sandkisten der Spielplätze getrieben, um sie dort ihre Notdurft erledigen zu lassen.“ Wer davon zufällig ein Foto gemacht haben sollte, wird gebeten, sich beim Bürgermeister zu melden.

„Immer wieder sonntags“, so berichtete der Bürgermeister, sei er von der zentralen Rettungsleitstelle in Harrislee angerufen worden. Mal sei eine Straße unterspült gewesen (Rödemisser Chaussee), mal seien Gullydeckel einfach ausgehoben und gestohlen worden (Erdbeerfeld-Siedlung). Letzteres seien „alles andere als Dumme-Jungen-Streiche, sondern schwerwiegende Eingriffe in den Straßenverkehr, die eine strenge Strafe nach sich ziehen“, so Heiber.

Karl-Heinz Tieves (AWM) berichtete von der Besichtigung des neuen, unmittelbar an Mildstedt grenzenden Husumer Baugebietes beim Lidl-Markt in Dreimühlen. Die Gemeinde Mildstedt ist daran interessiert, dass ein Fußweg die sichere Erreichbarkeit des Nahversorgungszentrums gewährleistet, so dass die viel befahrene Ostenfelder Landstraße vermieden werden kann. „Lidl muss da zustimmen“, unterstrich der Bürgermeister, „damit unser bestehender Fußweg vom Mauweg aus zu den Einkaufsmärkten verlängert werden kann.“ „Wir sollten nicht sprachlos zusehen, was die Stadt Husum plant, sondern die Anwohner, die dort um den Erhalt des vorhandenen Walles kämpfen, unterstützen“, mahnte Tieves. „Der Fußweg verläuft auf einem Teilstück auf unserem Gebiet. Die Baugrundstücke gehören der Firma Lidl, und das Interesse wird sein, so viele Grundstücke wie möglich aus der vorhandenen Fläche zu machen.“ Würde der große Wall entfernt, würden sich aus der dann frei werdenden Fläche weitere Baugrundstücke schaffen lassen. Der Bürgermeister riet: „Die Anwohner sollen sich an die Untere Naturschutzbehörde beim Kreis Nordfriesland wenden, um etwas zu erreichen.“

Auf Nachfrage von Telse Jacobsen sagte der Bürgermeister im Hinblick auf die große Fotovoltaikanlage: „Alle Genehmigungen liegen vor – die Eon ist mit dem Netzanschluss in Verzug.“ Zögerlich würden sich die Banken wegen der Einfuhrzölle der Module verhalten.

Auf Antrag bekommt das TSV-Gründungsmitglied Rickert Friedrichsen 500 Euro zur Erstellung einer Chronik zum 50-jährigen Bestehen.

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