Feuer in Friedrichstadt : Getreide war zu heiß geworden

Einsatzkräfte vor Ort. Foto: Helmut Möller
Einsatzkräfte vor Ort. Foto: Helmut Möller

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31. August 2008, 07:38 Uhr

Friedrichstadt | Sirenenalarm mahnte die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr um 17.35 Uhr am Sonnabend zur Eile. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Aufsichtspersonal der Eiderschleuse Rauch aus dem 32 Meter hohen Getreidesilo der Getreide AG aufsteigen sehen. Schnell war klar, dass die Stadt feuerwehr den Brand allein nicht bewältigen konnte, denn ihre Drehleiter reicht nur bis zu einer Höhe von 16 Metern. So wurde zusätzlich die Husumer Wehr alarmiert.

Die ersten Friedrichstädter Atemschutzträger begaben sich um 17.50 Uhr in das große Gebäude, kurz darauf erreichten mehrere Fahrzeuge der Husumer Wehr und der erste Rettungswagen des Rettungsdienstes den Einsatzort. Eine halbe Stunde später sägten zwei Einsatzkräfte der Husumer Wehr von der Drehleiter in rund 30 Meter Höhe aus mit der Flex ein Loch in den metallenen Abluft-Schornstein. Zehn Minuten später, zu diesem Zeitpunkt waren längst Schläuche bis in die oberste Etage verlegt, entfernten die beiden Einsatzkräfte auf der Drehleiter die erste große Glasscheibe am Siloturm. Um 19 Uhr ein neues Kommando: Jetzt sollte das Silo entleert werden. Da dies nicht gelang, wurden zahlreiche weitere Scheiben entfernt, um freien Einblick ins Gebäude zu haben und weiteren Zugang zu erhalten. Schließlich gelang es, eine größere Menge stark erhitzten Weizens aus der Trocknungsanlage an die Hafenkante zu befördern. Insgesamt waren 62 Einsatzkräfte vor Ort sowie drei Rettungswagen.
Schadenshöhe noch ungeklärt
Zum Schaden erklärten der Geschäftsstellenleiter der Getreide AG, Rainer Müller, und Geschäftsführer Nis Vollbehr aus Rendsburg, dass es sich vermutlich um einen Trocknungs-Brand gehandelt habe. "Wir haben Glück gehabt, dass wir nach der Regenphase erst heute mit der Ernte beginnen konnten. Dadurch lagern noch nicht zu große Mengen ein." Zur Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Doch noch einmal mussten die Feuerwehren eingreifen, zusätzlich war auch für die Feuerwehr Koldenbüttel Alarm ausgelöst worden: Ein Schwelbrand war entdeckt worden, der gegen 21 Uhr dann unter Kontrolle war.

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