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Singen, Tanzen, Richtig Essen : Gesund leben macht einfach Spaß

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Gesunde Ernährung braucht besondere Initiative: Beim „GEbbi-Tag“ an der Husumer Klaus-Groth-Schule waren alle mit Elan bei der Sache. 120 Berufsschüler kümmerten sich bei der sechsten Auflage geduldig um die Erst- bis Viertklässler.

„Alles muss ja heutzutage abgekürzt werden – aber dieser Name ist wirklich zu lang“, findet Urlaubsgast Friedhelm Zeisig. „GEbbI-Tag – Herzlich willkommen“: Das Schild an der Eingangstür der Klaus-Groth-Schule (KGS) lockt den Dortmunder bei seinem Morgenspaziergang an. Er will wissen, was das ist und was da passiert. „Gesunde Ernährung braucht besondere Initiative“, steht in kleinen Buchstaben als Erklärung darunter. Buntes Treiben herrscht an der Grundschule – und Zeisig schaut sich um. Die Kids singen und tanzen gerade das „GEbbI-Lied“. Nach der Melodie des Schlagers „Komm’, hol’ das Lasso raus“ singen sie voller Inbrunst „Komm’, hol die Früchte raus, wir lieben Äpfel und Bananen . . .“.

Andrea Bruhn begrüßt Eltern, Großeltern, Gäste und das Kollegium. Die Schulleiterin erklärt: „Das Lied und die Choreographie haben sich die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Gesundheit / Ernährung der Beruflichen Schulen und aus dem Beruflichen Gymnasium ausgedacht.“ Doch nicht nur das: Gemeinsam mit Pädagogin Silke Zetl haben sie auch gesunde Rezepte erarbeitet.

120 Schülerinnen und Schüler aus beiden Zweigen sind beim mittlerweile sechsten „GEbbI-Tag“ in Folge dabei, um den Grundschülern – auch von der KGS-Außenstelle Schobüll – an verschiedenen Stationen praktisch und theoretisch zu zeigen, wie einfach es ist, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. „Ich lege bei meinen Schülerinnen und Schülern der 12. und 13. Jahrgänge Wert darauf, dass sie regionale, saisonale Produkte verwenden, experimentieren und schließlich neue Rezepte kreieren“, berichtet Zetl.

Mit Spaß an der Sache sind die Großen dabei, erklären „den Kleinen“ immer geduldig, wie es geht. „Macht Spaß“, sagt Griet Brodersen aus dem 12. Jahrgang. „Wir machen mit den Kindern einen Smoothie. Da kommen Ananas, Melone, Äpfel, Spinat und Wildkräuter rein“, verrät sie. Sie habe auch erst gelernt, dass Ackerschachtelhalm, Giersch, Vogelmiere oder Gänseblümchen vorzügliche Zutaten seien. Alles wachse im Schulgarten, und es entfalte sich ein besonderes Aroma. Die eher traditionelle Möhren-Apfel-Rohkost fehlt nicht. „Rosinella“ wird ein leckerer Nachtisch – hergestellt aus Mascapone, Quark, gehackten Nüssen, Honig und Rosinen. Für die natürliche Körperpflege haben die Schüler eine Avocado-Cremé entwickelt.

Mit Elan sind alle Akteure im Einsatz. Da werden Möhren geschnippelt, Rosinen oder Kräuter klein geschnitten, Nüsse gehackt und Teigrollen geknetet, um vollwertiges Brot im Lehmofen zu backen. Swantje und Oke aus der Klasse E 1 der Grundschule wechseln sich beim Mahlen von Nüssen für das Brot ab. „Ganz schön schwer“, staunen beide. Aber sie lassen sich nicht beirren. Umso mehr entschädigt sie das Probieren direkt aus dem Ofen. Gründliches Händewaschen zwischendurch ist übrigens Pflicht.

Und ganz nebenbei lernen die Kids etwas über die richtige Zahnpflege. Zahnarzt Jens Gerlof hat sich freigenommen und auch gleich ein Modell mitgebracht. In den Verschnaufpausen dürfen Spiel, Spaß und Action nicht fehlen. Da wird am „lebenden Tischkicker“ Fußball gespielt oder der Tanz „LolliPop“ einstudiert. Beim heiteren Obst- und Gemüseraten liegt mancher knapp daneben. Beim Go-Kart-Fahren darf die eigene Geschicklichkeit auf der Slalom-Strecke getestet werden. Zur Nachwuchs-Werbung ist die Freiwillige Feuerwehr Husum mit einem Team angerückt. Jeder, der möchte, darf hinein in die Fahrerkabine, sich die Ausrüstung ansehen oder beim Schlauch-Ziel-Wettbewerb mitmachen.

„Tolles Projekt“, so das Resümee des Gastes aus dem Ruhrpott. Die begeisterte Schulleiterin freut sich schon jetzt auf den siebten „GEbbI-Tag“, hervorgegangen aus der Ideenschmiede des Projektkurses des 13. Jahrgangs des Beruflichen Gymnasiums von Ursula Aleidt und Annkristin Thun, Lehrerinnen an der Beruflichen Schule. Auf Seiten der KGS standen die Grundschul-Lehrerinnen Inga Muhl und Birte Bendschneider Pate. Die Herausforderung dabei ist, die unterschiedlichsten Schülergruppen daran zu beteiligen. Am Ende profitieren und lernen alle voneinander.

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