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Nordfriesland : Gesucht: Rettungsschirm fürs Klinikum

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die FDP-Fraktion des nordfriesischen Kreistages startet eine Online-Bürgerbefragung, um die Zukunft des Klinikums zu sichern.

In der Frage der Zukunft des Klinikums Nordfriesland mahnt die FDP-Fraktion im nordfriesischen Kreistag eine eingehende Analyse aller notwendigen Informationen an. Fraktionsvorsitzender Jörg Tessin ruft Bürger, Politik, Kommunen, den Kreis und das Klinikum zu einem offenen, sachorientierten Dialog über alternative Vorschläge zur Sicherung der medizinischen Versorgung auf: „Die Situation ist extrem unbefriedigend, auch für die Kreispolitik. Wir hängen aber alle gemeinsam in der Luft“, beklagt Tessin den aktuellen Stand der Debatte.

Die Freien Demokraten stützen sich bei ihren Beratungen unter anderem auf den Sachverstand des früheren Landessozialministers Dr. Heiner Garg, wollen aber auch auf den Input der betroffenen Bürger setzen und laden daher zur Teilnahme an einer Online-Bürgerbefragung auf der eigenen Beteiligungsplattform www.trends-nf.de ein.

Dazu erklärte Tessin: „Wir nehmen unsere Verantwortung für das Leben und die Gesundheit der Menschen, Nordfriesen und unserer Gäste gleichermaßen ernst. Die Entwicklung eines bezahlbaren Lösungsmodells für die dauerhafte Aufrechterhaltung einer guten akut-stationären medizinischen Grund- und Regel-Versorgung im Kreis Nordfriesland hat dabei höchste Priorität.“ Bürgerschaftliche Beteiligungsmodelle und Zweckverbands- wie Stiftungslösungen seien dabei zu prüfen. „Wir werden uns umsetzbaren Ideen, Anregungen und Vorschlägen aus der Bevölkerung und den Kommunen nicht verschließen“, so Tessin. Man wolle einen Rettungsschirm fürs Klinikum, der funktioniere – die weitere Aushöhlung der patientennahen stationären medizinischen Versorgung in der Fläche müsse ein Ende haben!

Gleichzeitig appelliert der FDP-Fraktionschef an Ministerpräsident Albig und Sozialministerin Alheit, die Landesregierung müsse endlich ihre Verantwortung für die Klinik-Landschaft auch in Nordfriesland übernehmen. Das schließe nach Möglichkeit auch eine Entlastung des Kreishaushaltes durch eine Investitions-Kofinanzierung über das geplante Sondervermögen „Impuls 2030“ ein: „Wenn das Land 75 Millionen Euro in den Krankenhausbau geben will, aber der Kreis Nordfriesland
in den bisherigen Planungen nicht berücksichtigt wird, fragen sich die Menschen an der nordfriesischen Westküste angesichts der Lage allmählich, ob sie Bürger zweiter Klasse sind.“

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erstellt am 18.Dez.2015 | 15:32 Uhr

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