zur Navigation springen

Öffentliche Toilette für Husum : Gesucht: Ein Ort fürs Örtchen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Politik ist noch unentschlossen – jetzt soll die Verwaltung prüfen, welcher Standort der beste für die geplante neue öffentliche Toilette ist. In Frage kommen gleich drei verschiedene Stellen.

Wohin mit dem neuen selbstreinigenden Toilettenhäuschen? In den Schlossgang, wo schon ein Klohaus steht, oder besser an die Rote Pforte? Und wenn dorthin: ans nördliche oder südliche Ende? Mit diesen Fragen befassen sich derzeit die Husumer Stadtpolitiker.

Zur Vorgeschichte: Das Klohaus im Schlossgang hatte zuletzt immer wieder für Diskussionsstoff gesorgt und musste zeitweilig sogar geschlossen werden. Jetzt soll es durch eine selbstreinigende Variante ersetzt werden. Noch ist allerdings offen, ob diese an gleicher Stelle oder an der Roten Pforte oder vielleicht sogar an beiden Standorten eingerichtet werden soll. Auch die Politik hat in diesem Punkt durchaus unterschiedliche Vorstellungen.

Beschlossene Sache ist, dass das neue Toilettenhaus nicht mehr „bewirtschaftet“, sondern ein selbstreinigendes Klo werden soll. „Das bedeutet aber nicht, dass wir überhaupt kein Reinigungspersonal brauchen“, macht Christine Friedrichsen vom Gebäudemanagement deutlich.

Für den Standort im Schlossgang spräche, „dass dort sehr viel Lauf ist“, wie Bernd Wichmann (WGH) erläutert. „Hier beginnen zum Beispiel die Stadtführungen.“ Gleichwohl sei zu berücksichtigen, dass im vorhandenen Toilettenhaus nicht nur das Klo selbst, sondern auch eine Trafo-Station der Stadtwerke untergebracht ist. „Und die kann man nicht mal eben so verlegen“, weiß Friedrichsen. Platz genug für ein dreiteiliges Toilettenhäuschen mit Damen-, Herren und Behinderten-WC gebe es allerdings auch hier, sind sich Politik und Verwaltung einig.

Für den Fall, dass das neue Klohäuschen an der Roten Pforte aufgestellt wird, würde die CDU es gern von der Nord- an die Südseite verlegt sehen. Erstens sei es für die im Norden ansässige Gastronomie kein Aushängeschild, ein Klohaus vor der Eingangstür zu haben, argumentierte Lothar Pletowski. Und zweitens korrespondiere die Variante im Süden mit dem städtischen Mobilitätskonzept und dem darin vorgesehenen Parkplatz für einen Fernbus in der Ludwig-Nissen-Straße. Entsprechende Anschlüsse seien dort auch vorhanden, bestätigt Friedrichsen. Auch Dr. Ulf von Hielmcrone sieht diesen Platz mit Blick auf den Umgebungsschutz der Marienkirche als bessere Wahl an. Darüber hinaus gibt der SPD-Politiker zu bedenken, dass die gesamte Fläche rund ums Husumer Kaufhaus mit Blick auf die neue Einkaufs-Mall, die 2018 dort eröffnet werden soll, überplant werde. In diesem Zusammenhang müsste vielleicht mal jemand mit den Stadtwerken reden, ob die Trafo-Station zwingend am bisherigen Platz im Schlossgang bleiben müsse, regt er an. Auch Grüne und SSW favorisieren die Rote Pforte – und ebenfalls die Südseite als Standort. Denkbar sei aber auch ein geteiltes Angebot an beiden Orten.

An die Verwaltung ist jetzt der Auftrag ergangen, die Gegebenheiten vor Ort noch einmal zu prüfen. Was die Kosten angeht, so liegen gängige Toilettenhaus-Modelle – je nach Ausführung – bei 165  000 Euro in der zweiteiligen und bis 210  000 Euro in der dreiteiligen Variante mit Damen-, Herren- und Behinderten-WC.

zur Startseite

von
erstellt am 28.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen