zur Navigation springen

Einig gegen Kreisentscheid : Geschlossen für die Sonntagsöffnung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Konzertierte Aktion von Kirchen, Stadt und Wirtschaft in Friedrichstadt für einen verkaufsoffenen Adventssonntag: Das Ordnungsamt des Kreises hat den Wünschen eine vorläufige Absage erteilt, jetzt soll verhandelt werden.

Es traf die Veranstalter der Grachtenweihnacht in Friedrichstadt wie eine Keule. Auch die Nachfolgeorganisation des Handels- und Gewerbevereins im Holländerstädtchen, „Wir für Friedrichstadt“ (WFF) ist empört. Bürgermeister Eggert Vogt schüttelte nur den Kopf und sagte, dass man das nicht so hinnehmen werde. Die Rede ist von der vorläufigen Ablehnung eines verkaufsoffenen Sonntags in Friedrichstadt am 1. Advent durch die Ordnungsabteilung des Kreises.

„Das können wir gar nicht verstehen“, sagt etwa Bürgermeister Eggert Vogt. Schließlich hat der Kreis der Stadt Hilfe versprochen, die strukturellen Probleme in den Griff zu bekommen. Und der Einsatz des Landrates habe dazu geführt, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises einen Projektmanager eingestellt habe, der sich in seiner Anfangszeit nahezu ausschließlich um Friedrichstadt kümmern soll (wir berichteten). Hinzu komme, dass immer wieder das ehrenamtliche Engagement von Bürgern gefordert werde, und wenn sie dann für ihre Stadt aktiv werden, dann gebe es auch noch eine Ohrfeige.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Doreen Stümpel, Vorsitzende der HGV-Nachfolgeorganisation WFF. „Die Veranstalter der Grachtenweihnacht auf dem Marktplatz sollten in diesem Jahr von uns ordentlich unterstützt werden.“ Am Sonnabend (29.) sind verschiedene Aktionen vorgesehen, und am Sonntag (30.) wollten die Geschäftsleute zusätzlich ihre Häuser öffnen.

Auch Christiane Möller-v.Lübcke, die eine der Mitorganisatoren der Grachtenweihnacht ist, hat kein Verständnis für den vorläufigen Ablehnungsbescheid. Nun wollen Veranstalter, Kaufleute, Stadt und auch die Kirchen gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Ordnungsbehörde des Kreises doch noch von der Wichtigkeit eines offenen Sonntags zu überzeugen. Gemeinsam wollen sie ein Schreiben aufsetzen, das bis spätestens Freitag (14.), dem Ende der Einspruchsfrist, der Kreisverwaltung vorliegen soll. Denn auch die evangelische und die remonstrangtische Kirche der Stadt unterstützen das Ansinnen, den ersten Adventssonntag zu einem verkaufsoffenen Sonntag zu machen. „Ich halte die Bäderregelung für vernünftig, bin aber auch für den Sonntagsschutz“, sagt Pastor Michael Jordan. Da in der Regelung zwei Ausnahmen vorgesehen seien, halte er das Ansinnen für legitim. Zudem beteilige sich die Kirche auch mit ihren Pfadfindern an der Grachtenweihnacht. Es wird Brot gebacken und zu Gunsten der dritten Welt verkauft.

Die Friedrichstädter Grachten Weihnacht wird zum dritten Mal veranstaltet und hat mittlerweile viele Mitmacher gefunden. Im weihnachtlich geschmückten Friedrichstadt finden die Besucher an verschiedenen Orten links und rechts der Grachten, wie beispielsweise im Museum Alte Münze, im Tischlerei-Museum, auf dem Stadtfeld, dem Steinmarkt und natürlich in der Fußgängerzone Prinzenstraße weihnachtlich e Anregungen für die Adventszeit und für Weihnachtsgeschenke. Die Kinder dürfen basteln und werken oder sich in die schönsten weihnachtlichen Märchenwelten beim Vorlesen entführen lassen. Es ist für alle Sinne und für jeden etwas da. Ein en Flyer gibt es in der Tourist-Information.

Zudem ruft der WFF zu einem Wettbewerb „Alles sieht so festlich aus“ auf. Alle Hauseigentümer und Mieter der Altstadt sind aufgerufen, ihre Hausfassade, Fenster, Türen udn Eingänge in der Adventszeit festlich zu schmücken. Eine unabhängige Jury, die nicht aus Friedrichstädtern besteht, wird im Advent das Gewinnerhaus auswählen und am 17. Dezember prämieren. Die Teilnahme lohnt sich, denn der Hauptgewinn ist ein Wochenende für zwei Personen in Amsterdam.

zur Startseite

von
erstellt am 09.Nov.2014 | 11:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen