Über Grenzen hinweg : Geschenke für arme Kinder

Die Initiatorinnen  Leonie Trapp und Najadi Litche (v. l.) freuen sich mit Lehrern und Mitschülern über die vielen Päckchen.
Die Initiatorinnen Leonie Trapp und Najadi Litche (v. l.) freuen sich mit Lehrern und Mitschülern über die vielen Päckchen.

Schüler der Nordseeschule St. Peter-Ording haben fleißig Weihnachtspäckchen für Jungen und Mädchen in Rumänien und der Ukraine gepackt. Die AG Entwicklungshilfe des Gymnasiums hatte um Unterstützung für diese Aktion gebeten.

shz.de von
24. November 2013, 17:00 Uhr

Im Oberstufenraum der Nordseeschule St. Peter-Ording stapeln sich fast 70 Päckchen für Kinder. In Kürze werden sie mit vielen anderen Geschenkkartons per Konvoi nach Rumänien und in die Ukraine auf die Reise gehen. Round Table, Old Tablers und Ladies‘ Circle Deutschland haben unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ um eine Beteiligung an dieser Weihnachtspäckchen-Aktion geworben. Sie haben den Transport organisiert und werden ihn ehrenamtlich und ohne Verwaltungskosten betreuen.

Dieser Aufruf war für die Schülervertretung der Nordseeschule Anlass genug, in den Klassen um Unterstützung zu bitten. Die Entwicklungshilfe-AG mit ihren Initiatorinnen Leonie Trapp und Najadi Litche aus dem elften Jahrgang nahm sich der Organisation an. Die Kinder der 5a und 6a beteiligten sich neben vielen anderen Schülern. Sie freuen sich darauf, auf diese Art Jungen und Mädchen in Rumänien und der Ukraine eine Freude zu bereiten. Anita, Julia, Fationa und Jorge aus der sechsten Klasse berichteten begeistert darüber, was sich in den Päckchen befindet. Es sind Haarspangen, Badesachen, Zopfgummis, aber auch Teddys, Zauberwürfel, selbstgebastelte Fröbelsterne und Schreibsachen, Hefte, Schals und Mützen. Jedes Päckchen trägt einen Aufkleber mit Angaben darüber, für welche Altersstufe es gedacht ist und ob für einen Jungen oder ein Mädchen. Zwei Euro pro Päckchen wurden jeweils zusätzlich für Spritkosten und Mautgebühren gespendet.

Die Entwicklungshilfe-AG existiert seit dem Frühjahr. Anlass für die Gründung war ein Referat von Leonie und Najadi im Bilingualen Unterricht mit dem Titel „Environmental aid projects“ (Entwicklungshilfe-Projekte). Sie wollten aber nicht nur berichten, sondern auch etwas tun. So riefen sie die AG ins Leben. Unterstützt werden sie von ihren Lehrern Juliane Dorl, Svenja Maelzer und Bernd Reppmann. Die tun das sehr gerne, denn: „Das ist das, was wir wollen. Die Schüler haben Eigeninitiative entwickelt.“ Mit jetzt zehn Mitgliedern aus dem elften Jahrgang und der sechsten Klasse haben sie bereits zwei Aktionen erfolgreich organisiert. Vor den Sommerferien wurde Kuchen gebacken und in den Pausen verkauft. Der Erlös von 60 Euro ging an die Kindernothilfe. Im September spendete die AG gemeinsam mit dem Gospelchor der Kirchengemeinde Garding 250 Euro zugunsten „Gospel für eine gerechtere Welt“. Die AG trug mit 68 Euro aus einer einstündigen „Carwash-Aktion“ in Garding dazu bei. Und jetzt plant die AG eine Aktion für die Taifun-Opfer auf den Philippinen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen