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Sorgen wegen möglicher Schliessung : Gerüchte um Sozialladen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Betreiber von Möbel und Mehr in Tönning, das Diakonische Werk Husum, dementiert eine mögliche Schließung. Es will das Angebot für gebrauchte Möbel und Geschirr erhalten, auch wenn es derzeit Probleme mit der Finanzierung gibt.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2014 | 16:30 Uhr

Mit einem Gerücht musste sich wieder einmal der Sozialausschuss der Stadt Tönning herumschlagen. So wurde die Vermutung in die Welt gesetzt, dass die Sozialeinrichtung Möbel und Mehr am Marktplatz geschlossen werden soll. Träger ist das Diakonische Werk in Husum. „Davon ist mir nichts bekannt“, stellten sowohl die Ausschussvorsitzende Elisabeth Hinrichs als auch Alexander Brenk, Leiter des Sozialzentrums, klar. „Derzeit sind dort zwei Zusatzjobs eingerichtet“, so Brenk. Bürgervorsteher Stefan Runge kritisierte die Gerüchteträger aufs Schärfste. „Solch’ waghalsigen Vermutungen in die Welt zu setzen, ist nicht nur unverantwortlich, sondern auch nicht hilfreich.“

„Wir werden einmal im Jahr mit diesem Gerücht konfrontiert“, sagt die Leiterin der Einrichtung, Ina Hinrichsen. Für Aufklärung sorgt Dieter Pelties, Leiter des Diakonischen Werkes in Husum, auf Anfrage unserer Zeitung. „Wir wollen das Hilfsangebot Möbel und Mehr auf jeden Fall erhalten.“ Problem sei jedoch momentan die Finanzierung. „Aber eine Schließung ist nicht vorgesehen“, stellt er klar. Im gleichen Gebäudekomplex sei sowohl die Tafel als auch die Suchthilfe und der psychologische Dienst untergebracht.

Gleich zu Beginn der Sitzung des Sozialausschusses stellte sich Heiner Hahn als Vorsitzender des neu eingerichteten Seniorenbeirates vor. Mit im Schlepptau hatte er alle Mitglieder. „Wir sind derzeit damit beschäftigt, den Beirat aufzubauen und uns bekannt zu machen“, erklärte er. Einige Themen hätten sie bereits auf der Agenda, dazu zählte auch das Internet. Zur Zeit werde ein Flyer erarbeitet. Eine gute Möglichkeit sei auch der Bekanntmachungskasten. „Wir haben außerdem zwei Arbeitsgruppen gebildet, die sich um die Themen Sicherheitsberatung und Nachbarschaftshilfe bemühen.“ Dann wandte sich Hahn mit einer Bitte an den Ausschuss. „Es wäre schön, wenn wir von Vereinen und Verbänden aber auch von den Parteien eingeladen werden, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.“

Anerkennung bekam der neue Beirat von Bürgervorsteher Stefan Runge (SPD). „Sie haben sich viel vorgenommen, und ich wünsche mir, dass der neu eingesetzte Seniorenbeirat mit viel Schwung auch in Zukunft arbeiten kann.“ Helge Harder (SSW) schloss sich an: „Ich wünsche mir eine gute Zusammenarbeit, nur so können wir gemeinsam viel erreichen.“ Man habe sich lange um die Einrichtung dieses Beirates bemüht, erinnerte Mery Ebsen (AWT). „Wir können viel für diesen Ort tun und das wünsche ich mir.“ Jürgen Ziegert (CDU) als stellvertretender Bürgermeister gab zu bedenken, dass es hilfreich und gut wäre, wenn der Beirat auch bei den Stadtrat-Sitzungen dabei wäre.

Als nächstes legte Alexander Brenk seinen Bericht vor. So ging er auf die Vermittlungszahlen in den ersten Arbeitsmarkt ein. „Im vergangenen Jahr konnten wir mehr als 320 Personen Arbeit vermitteln, das sind in etwa genauso viel wie 2012.“ Erfreulich sei, dass die Arbeitslosenzahlen im vergangenen Jahr im Zuständigkeitsbereich des Sozialzentrums Südliches Nordfriesland mit Sitz in Tönning um gut fünf Prozent sanken. Auch die finanziellen Eingliederungsmittel wurden vollständig eingesetzt, wie Brenk berichtete. Für das laufende Jahr stehen dem Sozialzentrum dafür 288 000 Euro zur Verfügung. „Wir sollten aber nicht in den Bemühungen nachlassen, gerade die jungen Menschen zu fördern und zu fordern“, stellte Mery Ebsen klar.

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