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Wasser in Wand und Fundament : Gerade auf und schon wieder zu

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Vor fünf Wochen haben Alex Knaus, Alex Müller und Alex Belker ihr Frontcooking-Restaurant „Alex Kitchen“ in Husum geöffnet. Jetzt müssen sie es für einen Monat schließen. Ein Wasserrohrbruch zwingt sie dazu. Mitte Februar soll die Sanierung abschlossen sein.

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erstellt am 07.Jan.2014 | 17:00 Uhr

So hatten sich die drei Alex(e) den gastronomischen Einstand in Husum nicht vorgestellt: Nur fünf Wochen nach Eröffnung ihres Frontcooking-Restaurants „Alex Kitchen“ in der Roten Pforte, müssen die jungen Männer es jetzt schon wieder zumachen. „Aber nicht wegen Reichtums oder weil wir erst mal vier Wochen Urlaub machen“, sagt Alex Belker mit vernehmlich sarkastischem Unterton, „sondern aufgrund eines Rohrbruchs“.

Am 1. Dezember hatten Industriekaufmann Belker, Betriebswirt Alex Müller und Küchenchef Alex Knaus das Restaurant nach dreimonatiger Umbauzeit aufgemacht. Und zunächst schien auch alles nach Plan zu laufen. „Mit der Resonanz waren wir jedenfalls sehr zufrieden“, sagen die drei. Doch nach einer Woche gab es an einer Stelle im Küchenbereich kein warmes Wasser mehr. Wie sich herausstellte, hatte der Boiler zwar ununterbrochen geheizt, doch wegen eines Rohrbruchs war das Wasser durch die Wand ins Fundament gesickert. „Einen Moment lang hatten wir Angst, es womöglich selbst beschädigt zu haben“, sagen die drei. Doch das war nicht der Fall, wie Gutachter herausfanden. Als die Wand dann aufgestemmt wurde, kam den Handwerkern ein Wasserstrahl entgegen. Grund: Die Rohre waren offenbar nicht verpresst worden. Dadurch lief das Wasser direkt in die Wand und von dort aus weiter ins Fundament. „Das erklärte auch das ungeheure Wasservolumen, das da in so kurzer Zeit zusammenkam“, erläutert Belker.

Ein Fall für die Haftpflichtversicherung. Doch den Restaurant-Betrieb aufrecht zu erhalten, während lärmende Trockentürme die Feuchtigkeit aus dem Fundament ziehen, das schien Müller, Knaus und belker keine gute Idee zu sein: „Und das geht auch wegen der offenen Küche gar nicht.“ Deshalb machen sie nur fünf Wochen nach der Eröffnung für vier Wochen zu. „Das ewige Rein und Raus von Handwerkern und Gutachtern hat schon in den vergangenen Wochen für genügend Unruhe gesorgt“, berichten sie.

Die unfreiwillige Zeit wollen die drei Jungunternehmer, die sich bereits seit ihrer Realschulzeit kennen, nutzen, um die Logistik von „Alex Kitchen“ zu optimieren und nachzubessern, „wo wir im laufenden Betrieb Versäumnisse entdeckt haben. Wir wissen natürlich, dass Planung und Ausführung nie ganz deckungsgleich sind“, sagen sie. In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich Belker ganz um „den Laden“ gekümmert. Die erzwungene Auszeit gibt ihm jetzt Gelegenheit, sich wieder etwas intensiver mit seinem Studium zu beschäftigen, das er neben dem Restaurant-Betrieb zu Ende bringen will.

Für eine vierwöchige Pause haben sich die drei entschieden, „damit wir sicher gehen können, dass dann auch wirklich alles wieder auf Null ist“, sagt das Trio. Und natürlich hoffen es Mitte Februar genau da anknüpfen zu können, wo es am Wochenende aufhören musste.

Übrigens: Mit dem Gedanken, in Husum ein Restaurant aufzumachen, tragen sich die drei Freunde schon lange. Müller und Knaus hatten bereits am beruflichen Gymnasium den Schwerpunkt Ernährungslehre und schlossen nach der Schulzeit eine Lehre zum Koch an. Später studierten sie in Hamburg und Magdeburg. Und auch Belker sammelte schon früh Erfahrungen in der Gastronomie: „Das hat Spaß gemacht“, sagt er und blieb dem Metier deshalb auch während seines Studiums in Kiel treu. Wenn die drei dann mal wieder nach Husum kamen, wunderten sie sich immer, „dass es hier noch kein Frontcooking-Restaurant gibt“. Eine Lücke, die sie mit „Alex Kitchen“ schließen wollen.

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