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Husumer Torfboden : Geplanter Kreisel geht ins Geld

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Zuge der Arbeiten zur neuen Husumer Umgehungsstraße soll die Einmündung zur Rödemishallig für den Schwerlastverkehr ausgebaut werden. Der schlechte Boden und eine Gasleitung, die abschnittsweise gesichert werden muss, treiben die Kosten hoch.

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erstellt am 11.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Zwischen der alten Bundesstraße 5, also der heutigen Kreisstraße 137, und der Simonsberger Straße – der Kreisstraße 136 – wird zurzeit eine Ortsumgehung gebaut (wir berichteten mehrfach). Ist sie erst einmal fertiggestellt, wird vor allem der Schwerlastverkehr auf die neue Straße verlagert. Daraus ergibt sich aber ein großes Problem: Wie sollen die Lastwagen zum Gewerbegebiet am Außenhafen gelangen? Um die Einmündung Rödemishallig befahrbar zu machen und besser zu gestalten, muss ein Kreisverkehrsplatz gebaut werden.

Der zukünftige Kreisel stellt gleichzeitig eine „Wendemöglichkeit“ dar, um dem Lastverkehr auch die zweite Abfahrt Rödemishallig Richtung Husumer Dock zu ermöglichen. Außerdem erhöht ein Kreisverkehr an dieser Stelle auch die Sicherheit für Radfahrer in erheblichem Maße. Und nicht zuletzt hätte man damit auch automatisch eine Reduzierung der Geschwindigkeit erreicht.

Nach Angaben von Klaus Lorenzen aus dem Tiefbauamt soll es mit dem Bau im Frühjahr 2014 losgehen. Die Kosten beliefen sich nach derzeitigem Stand auf rund 825 000 Euro – eine Summe, die so nicht abzusehen gewesen sei. „Zusätzliche Bodenuntersuchungen haben ergeben, dass dort nicht nur Klei vorhanden ist, womit wir gerechnet haben, sondern auch Torf“, erklärte Lorenzen dazu im Bauausschuss. Das erhöhe die Aufwendungen für den notwendigen Austausch des sehr schlechten Bodens.

Dazu komme, dass sich im Bereich des Kreisverkehrsplatzes eine 13-Bar-Hochdruck-Transportleitung der Stadtwerke befindet, die 200 Millimeter Durchmesser hat und ganz Husum mit Gas versorgt. Und die muss nach Aussage von Lorenzen abschnittsweise gesichert werden. Von den weiteren Kosten, die dadurch entstehen, habe die Stadt ein Drittel zu tragen. Eine Verlegung der Gas-Hauptversorgungsleitung sei nicht möglich. „Das wird zwar ein Kreisel, der teurer als üblich ist“, sagt Lorenzen. Aber: „Grundsätzlich ist dort immer noch der richtige Platz dafür.“

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