Husum : Gemeinsam mehr Angebote für Senioren schaffen

Wollen künftig in puncto Seniorenarbeit an einem Strang ziehen: (v.l.) Angela Bernhard (ABS), Pastor Friedemann Magaard, Heike Beyer (FBS), Volker Schümann (Diakonisches Werk) und Stefan Klocker (Kirchengemeinderat).
Wollen künftig in puncto Seniorenarbeit an einem Strang ziehen: (v.l.) Angela Bernhard (ABS), Pastor Friedemann Magaard, Heike Beyer (FBS), Volker Schümann (Diakonisches Werk) und Stefan Klocker (Kirchengemeinderat).

Kirchengemeinden und Diakonie schließen sich in Husum für die Seniorenarbeit zusammen.

shz.de von
25. Juli 2018, 08:00 Uhr

Husum | Im Zuge der Fusion der vier Kirchengemeinden wird sich in Punkto Seniorenarbeit in Husum einiges ändern. Unter anderem wird die Altenbegegnungsstätte, die in Kürze einen Anbau erhalten und später der vereinten Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Husum als Gemeindehaus dienen soll (wir berichteten), dann nicht mehr das einzige „Herzstück“ für diese Arbeit sein.

„Es wird mehrere Herzkammern geben“, so formulierte es Pastor Friedemann Magaard in einem Pressegespräch, in dem eine weitere, wichtige Neuerung verkündet wurde: Die Trägerschaft der Seniorenarbeit geht zum 1. Januar 2019 in die Hände des Diakonischen Werkes über. Die Neukonzeptionierung und die ersten Schritte zur Umsetzung erläuterte Magaard (St. Marien) gemeinsam mit Volker Schümann (Diakonisches Werk), Angela Bernhard (ABS), Heike Beyer (FBS) und Stefan Klocker (Kirchengemeinderat).

„Neben dem Umbau der Altenbegegnungsstätte gibt es in der Seniorenarbeit auch eine inhaltliche Baustelle“, erklärte der Pastor. Daher habe sich seine Kirchengemeinde mit dem Diakonischen Werk zusammengetan. Ziel sei es, die Angebote für die Senioren zu bündeln, auszuweiten, zu intensivieren und transparenter zu machen und sie gegebenenfalls auch mit Angeboten für andere Generationen zu verknüpfen. Derzeit sei man noch dabei, ein tragfähiges Konzept zu erstellen. Angesiedelt sein soll das Thema in jenem Geschäftsbereich des Diakonischen Werkes, der auch für die Familienbildung, das Mehrgenerationenhaus und das Familienzentrum zuständig ist.

„Hier und da gibt es noch Parallelstrukturen, doppelte Angebote also, von denen einige durchaus ihre Berechtigung haben, andere hingegen vielleicht auch zusammengeführt werden können“, machte Volker Schümann deutlich. Eins sei aber jetzt schon klar: „Nicht alle werden in die Altenbegegnungsstätte zurückkehren können, dafür reichen die Räumlichkeiten auch nach der Erweiterung nicht aus.“ Das bedeutet, dass einige der ursprünglich vorübergehend ausgelagerten Veranstaltungen und Kurse an ihren jetzigen Standorten verbleiben werden, etwa im Bonhoeffer-Haus oder in den Gemeindehäusern der Versöhnungs- und der Friedenskirche.

Dass die Seniorenarbeit in Husum damit ein Stück weit dezentralisiert wird, mag nach Ansicht des Arbeitskreises manchen Nutzern entgegenkommen, weil sie an den externen Treffpunkten keine Parkplatzsorgen haben und die Wege insgesamt kürzer sind.

„Ja, es wird zu Veränderungen kommen, bei den Orten, den Abläufen und den Telefonnummern“, räumten die Gesprächsteilnehmer am Ende des Gesprächs ein. Allerdings werde man dabei sehr sorgsam vorgehen, und dieses Versprechen gelte selbstverständlich auch für die rund 40 Ehrenamtlichen, die seit Jahrzehnten unter dem Motto „Von Senioren für Senioren“ den älteren Menschen in und um Husum eine tolle Angebotsvielfalt unterbreiten. „Die Ehrenamtlichen sind und bleiben unsere wichtigste Basis“, darin waren sich alle Verantwortlichen einig.

Bis zum Herbst sollen die Überlegungen konkreter werden, wie aus allen bestehenden Angeboten und den neuen Ideen ein umfassendes Gesamtkonzept mit gemeindlich-diakonischer Ausrichtung entstehen kann. Geplant ist auch, zur Begleitung der Umsetzung einen für alle Generationen zuständigen Beirat ins Leben zu rufen.



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