Wirtschaftsfaktor Tourismus : Gemeinsam für Eiderstedts Zukunft

Die Eiderstedter Bürgermeister und St. Peter-Ordings Verwaltungs- und Tourismus-Chef Rainer Balsmeier (6. v. r.) freuen sich auf die Zusammenarbeit in Sachen Fremdenverkehr auf der Halbinsel.
Die Eiderstedter Bürgermeister und St. Peter-Ordings Verwaltungs- und Tourismus-Chef Rainer Balsmeier (6. v. r.) freuen sich auf die Zusammenarbeit in Sachen Fremdenverkehr auf der Halbinsel.

Es ist besiegelt: Der Basisvertrag für die Lokale Tourismus-Organisation St. Peter-Ording/Eiderstedt ist unterschrieben. Es ist der erste Schritt zu einem neuen Marketing für die Halbinsel.

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23. Dezember 2014, 12:00 Uhr

Es ist geschafft: 16 Unterschriften von Bürgermeistern der meisten Gemeinden auf Eiderstedt sowie der Städte Garding, Friedrichstadt und Tönning zieren die Verträge der künftigen Lokalen Tourismus Organisation St. Peter-Ording/Eiderstedt (LTO) – damit ist die verbindliche touristische Zusammenarbeit auf der Halbinsel besiegelt. Lediglich das kleine Grothusenkoog und Oldenswort sind nicht dabei. In einer gemeinsamen Sitzung in der Amtsverwaltung in Garding besiegelten die Beteiligten fast zeremoniell den festen Wunsch einer engeren Zusammenarbeit.

Nach dem Beschluss der Tourismus-Zentrale Eiderstedt (TZE) Ende September, sich zum 31. Dezember aufzulösen, folgte die finale Vertragsentwicklung zur LTO-Bildung. Noch ist keine eigene Rechtsform geschaffen, zunächst bringt sich jede Gemeinde jeweils mit einem Basisbeitrag von 2100 Euro pro Jahr ein und sichert den Gesellschafteranteil bei der Nordsee-Tourismus-Service GmbH (NTS). Dabei spielt St. Peter-Ording die zentrale Rolle, denn die Gemeinde übernimmt offiziell die Führungsrolle in der LTO und fungiert als juristische Person. Sie bündelt die Beiträge für die Basisleistungen im Marketing, übernimmt das TOMAS Reservierungssystem der TZE inklusive der Betreuung der Vermieter und deren Stammdatenpflege und wird den bisherigen Internetauftritt der TZE aufrecht erhalten, bis eine gemeinsame neue Lösung für St. Peter-Ording und Eiderstedt auf dem Tisch ist.

Die Übernahme der Geschäftsanteile der TZE in der NTS wird ebenfalls über die Kommunen erfolgen, da die LTO ohne eigene Rechtsform nicht geschäftsfähig ist. So sammelt St. Peter-Ording die Anteile ein und übernimmt die Rolle des Gesellschafters.

Frank Simoneit vom Institut für Management und Tourismus an der Fachhochschule Westküste hat den Prozess in den vergangenen Jahren als Berater und Gutachter sehr intensiv begleitet. Aus seiner Sicht ist das jetzige Ergebnis zwar grundsätzlich erfreulich und unter den nicht ganz leichten Umständen positiv zu werten. Dennoch macht er deutlich: „Diese Verträge sind ein guter erster Schritt, doch jetzt beginnt die Arbeit: Es muss Ziel bleiben, mehr Kompetenz, Kapazität und Gelder für den Tourismus auf Eiderstedt zu bündeln und diesen unter der Federführung von St. Peter-Ording zu gestalten.“ Immerhin ist Tourismus der wichtigste Wirtschaftsfaktor an der Küste.

Ein erstes Treffen der hauptamtlichen Touristiker der Halbinsel im Marketing-Ausschuss der LTO ist bereits für Januar terminiert. Ansprechpartnerin in der inhaltlichen und organisatorischen Arbeit ist Constanze Höfinghoff, Marketing- und Veranstaltungschefin in St. Peter-Ording. Mit den Kollegen aus Friedrichstadt, Tönning und Garding wird hier das gemeinsame Vorgehen der nächsten Monate geplant. Dabei geht es insbesondere um die Absprache und Ausschöpfung weiterer Synergien rund um Themen wie den Veranstaltungskalender St. Peter-Ording/Eiderstedt, den „Kultur Himmel“ 2015 an Christi Himmelfahrt, um die Veranstaltungsreihe „Erzähl mir was, auf Eiderstedt“ und die Abstimmung für Termine für ein Treffen mit den touristisch relevanten Vereinen und Akteuren auf der Halbinsel. Auch die Erarbeitung eines Konzepts für ein gemeinsames Gastgeberverzeichnis für St. Peter-Ording und Eiderstedt steht auf der Agenda der nächsten Zeit.

„Was lange währt, wird endlich gut“, so Rainer Balsmeier, Bürgermeister und Tourismus-Direktor von St. Peter-Ording. „Wir sind uns unserer Verpflichtung und Verantwortung bewusst. Über die inhaltliche Zusammenarbeit hoffen wir auf die Stärkung des gegenseitigen Vertrauens und die Unterstützung, diesen Weg nun wirklich konsequent weiter zu verfolgen.“

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