Commerzium Husum : Gemeinsam den Takt erhöhen

Der alte Messechef Peter Becker (r.), der neue, Arne Petersen (m.) und Udo Kemter (VR Bank Westküste).
Foto:
Der alte Messechef Peter Becker (r.), der neue, Arne Petersen (m.) und Udo Kemter (VR Bank Westküste).

Beim Stammtisch des Commerziums ging es um die Themen, die die Wirtschaft bewegen.

von
17. Januar 2018, 07:45 Uhr

Husum | Was wünscht sich die Wirtschaft – auch vor dem Hintergrund der anstehenden Kommunalwahl? Darum drehte es sich in der Rede von Peter Cohrs auf dem Wirtschaftsstammtisch des Commerziums am Montagabend in der Messe Husum & Congress.

Zunächst aber verabschiedete der Vorsitzende Messechef Peter Becker offiziell – seit Anfang dieses Monats ist der Posten mit Arne Petersen neu besetzt (wir berichteten). Becker selbst stellt sich am Donnerstag der Wahl zum Landrat von Dithmarschen. Cohrs erinnerte an Beckers Einsatz im „beinharten Messekrieg mit Hamburg“ und würdigte den „guten Kompromiss“, den er damals erzielt habe. Er wünsche Becker Glück und Erfolg auf seinem weiteren Weg.

Inhaltlich sprach Cohrs drei Kernthemen an, die der Husumer Wirtschaft wichtig seien: Touristische Entwicklung, Digitalisierung und Verkehr. Bisher spiele der Tourismus in der Stadt eher eine Nebenrolle. Die Wirtschaft begrüße das Tourismuskonzept des Bürgermeisters, halte es aber grundsätzlich für nötig, sich touristisch so aufzustellen, „dass Geldgeber von außen zu uns kommen“, sagte Cohrs.

Im Hinblick auf die Digitalisierung forderte Cohrs ein flächendeckendes Glasfasernetz und deutete an, dass es vielleicht sinnvoll wäre, wenn sich Stadtwerke und Bürgerbreitbandnetzgesellschaft in dieser Sache zusammenfinden würden.

Geht es um die Erreichbarkeit der Storm-Stadt, ist Cohrs’ Fazit ernüchternd: „Bei der B 5 setzt die neue Regierung die Lethargie der alten konsequent fort. Das dürfen wir nicht zulassen.“ Und wenn der Hafen nicht endlich vertieft werde, „wird Husum auch zu Wasser abgehängt“. Das dürfe nicht passieren. „Wir müssen lauter werden und dürfen nicht resignieren“, forderte der Geschäftsmann.

Grundsätzlich, so Cohrs abschließend, könne man schon sagen, dass Husum in Bewegung gekommen sei. Nun aber dürfe man sich nicht zurücklehnen: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Stadt und Politik, um den Takt gemeinsam zu erhöhen.“

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen