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Husumer Nachrichten

12. Dezember 2017 | 08:15 Uhr

Neues Job-Angebot : Gemeindekümmerer gesucht

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zwei Ideen aus dem Gemeindeentwicklungskonzept der vier Kommunen Norstedt, Sollwitt, Löwenstedt und Haselund werden jetzt umgesetzt. Den Bürger- oder Gemeindebus gibt es bereits, der Gemeindekümmerer soll möglichst schon im Oktober angestellt werden.

von
erstellt am 13.Sep.2013 | 12:15 Uhr

Die vier Gemeinden Haselund, Löwenstedt, Sollwitt und Norstedt arbeiten bereits seit längerem intensiv an einem gemeinsamen Gemeindeentwicklungskonzept. Denn angesichts des demographischen Wandels sei es für die kleineren Orte wichtig, ihren Bewohnern auch noch einiges zu bieten, unterstreicht der Haselunder Bürgermeister Jan Thormählen. Und ein erstes Ergebnis der Beratungen soll jetzt umgesetzt werden. So schnell wie möglich wollen die vier Kommunen einen so genannten Gemeindekümmerer einstellen.

Im Rahmen eines Mini-Jobs soll der Kümmerer zunächst für zwei Jahre eingestellt werden. Er wird einen ganzen Berg von verschiedenen Aufgaben zu bewältigen haben. Zudem soll er auch Ansprechpartner für die Bürger sein, denn er bespricht sich wiederum mit der mit jeweils zwei Personen aus jeder Gemeinde besetzten Lenkungsgruppe. Zusammengefasst ergeben sich etwa die Initiierung und Betreuung gemeindeübergreifender Dorfaktivitäten, die Vernetzung von Vereinen, die Hilfe bei Wohnraumbedarf und Unterstützung der Jugendarbeit. Dabei soll der Kümmerer aber nicht, wie Gabi Carstensen (zuständig für den Kümmerer in der Lenkungsgruppe) betont, direkt die Organisation übernehmen. Vielmehr ist daran gedacht, dass beispielsweise die Vereine selbst ihre Planungen vorantreiben, der Kümmerer hingegen Kontakte zu Nachbarvereinen knüpft, um eventuell gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Für kurzfristige Entscheidungen reiche aber auch aus, sich mit dem Vorsitzenden (Jan Thormählen) abzustimmen.

Die Voraussetzungen sind gut, denn im Markt-Treff Haselund steht ein Raum für Gespräche und anfallende Büroarbeit zur Verfügung. Erwartet werden vom Gemeindekümmerer – Interessenten können sich bei Jan Thormählen, Telefon 04843/1440, oder per E-Mail Jan.thormaehlen@ t-online.de melden. Erwartet werden selbstständiges Arbeiten, EDV-Kenntnisse, gute Ortskenntnisse, Mobilität und natürlich an erster Stelle Freude am Umgang mit Menschen jeden Alters.

Sollte die Einrichtung Gemindekümmerer für vier Orte erfolgreich sein, könnte nach zwei Jahren auch eine neue Bewertung vorgenommen werden. Bei Bedarf eventuell auch eine Aufstockung.

Ein zweites Projekt des Gemeindeentwicklungs-Konzeptes ist bereits unter dem Motto „Zuhause bleiben ist kein Muss – wir fahren mit dem Bürgerbus“ angelaufen. Fahrten zu Wettkämpfen, zum Kinderturnen, Schulveranstaltungen, Theater, Jugendfahrten ins Kino oder ins Hallenbad sind mit dem Gemeindebus möglich. Ein achtsitziger VW-Bus steht dafür zur Verfügung. Bei Bedarf wird er geordert. Der Fahrpreis pro Passagier ist nach Entfernung gestaffelt und beginnt bei zwei Euro für einen Radius von zehn Kilometern. Mögliche Unterschüsse werden von den vier Gemeinden ausgeglichen, sagt Meike Thormählen (zuständig für Mobilität in der Lenkungsgruppe). Da der Bus gemietet wird, fallen für die Kommunen zudem keinerlei Versicherungs- und Wartungskosten an. Allerdings werden noch ehrenamtliche Fahrer gesucht, die nicht im Besitz eines Personenbeförderungsscheins sein müssen. Die Organisation und Betreuung des Gemeindebusses gehört übrigens auch zu den Aufgaben des Kümmerers.

„Wir denken da auch an die Menschen, die nicht mehr oder noch nicht mobil sind. So haben sie die Möglichkeit, sich beispielsweise für eine Fahrt zum Wochenmarkt nach Husum zu verabreden“, nennt Thormählen ein Beispiel. Weitere Informationen über das Projekt gibt es bei Meike Thormählen unter Telefon 04843/27901 oder unter www.haselund.de, www.norstedt.de, www.loewenstedt-gemeinde.de und www.sollwitt.de.

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