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Ahrenshöft : Gemeinde will Landwirtschaft schützen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Es regt sich Widerstand gegen die Landschaftsschutzgebiet-Pläne des Kreises.

Nicht konform gehen die Ahrenshöfter Gemeindevertreter mit der Verfügung des Kreises Nordfriesland, die Geest- und Marschlandschaft der Arlau zum Landschaftsschutzgebiet zu erklären. Zumindest gilt das für den Teil der Arlauniederung, der zur Feldmark der Kommune gehört. Bekanntlich sollte damit der Bau weiterer Windkraftanlagen solange geblockt werden, bis der neue Regionalplan des Landes Schleswig-Holstein in Kraft tritt.

In der nun in jüngster Gemeinderats-Sitzung einstimmig verabschiedeten Stellungnahme wird darauf hingewiesen, dass es für die Landwirtschaft keine Einschränkungen geben darf. Durch die Verfügung der Behörde sei aber mit einer Wertminderung der Flächen zu rechnen. Im Falle einer grundbuchlichen Belastung würden die Banken zu einer geringeren Bewertung kommen. Langfristig gesehen werden so die Möglichkeiten der aktiven Landwirte beschränkt, denn es ist nicht abzusehen, ob aus dem Landschaftsschutz- nicht irgendwann ein Naturschutzgebiet wird.

Weiter spricht sich das Gremium gegen die Grenzziehung des Landschaftsschutzgebietes am südöstlichen Dorfausgang aus. Der dort ansässige landwirtschaftliche Betrieb in der Dorfstraße sowie die benachbarten Häuser wurden bis an die Straße in den Geltungsbereich des Schutzgebietes mit einbezogen. Daher wird vorgeschlagen, ihn dahingehend zu verändern, dass er entlang der Dorfstraße (K 66) in einer Tiefe von mindestens etwa 60 Metern, eventuell sogar darüber hinaus verbleibt, quasi als Entwicklungsbereich für den Betrieb und die Kommune. Auch in anderen Bereichen und Dörfern, so die Argumentation, sei das Landschaftsschutzgebiet nicht bis direkt an die Wohnbebauung abgegrenzt, sondern ein Abstandsstreifen von bis zu 250 Metern belassen worden. Ein weiterer Aspekt ist zudem, dass auch die Kläranlage Klein Ahrenshöft am Weg von der Dorfstraße in Richtung Arlau-Niederung mit einbezogen worden ist. „Eine Kläranlage kann nicht zum Landschaftsschutzgebiet gehören“, so Bürgermeister Manfred Peters.

Ebenso einmütig gab es grünes Licht für den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss zur ersten Änderung des B-Plans Nr. 5 (Hochacker). Auf der dort vorhandenen freien Fläche – bisher als Wiese genutzt – möchte ein Bürger ein Wohnhaus errichten. Schließlich gab es ein einstimmiges Votum für den Nachtragsvertrag zum öffentlich-rechtlichen Vertrag des Schulverbandes Mittleres Nordfriesland mit der Gemeinde.

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