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Vermarktung von St. Peter-Ording : Gemeinde will attraktiver werden

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Vermarktung von Wohngebieten ist St. Peter-Ordings Bürgermeister Rainer Balsmeier ein wichtiges Anliegen. Das Bildungs-Angebot kann sich aus seiner Sicht bereits behaupten.

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erstellt am 31.Mär.2016 | 13:00 Uhr

Einstimmig brachte die Gemeindevertretung von St. Peter-Ording den Wirtschaftsplan der Tourismus-Zentrale (TZ) und den Haushalt der Gemeinde auf den Weg. Wie immer wurde für die TZ vorsichtig kalkuliert und „normales Wetter“ befohlen. Der Erfolgsplan, der die laufenden Einnahmen und Ausgaben beinhaltet, schließt mit einem Defizit von 633.000 Euro. Doch könnte sich das Blatt im Laufe des Jahres drehen. Wie im vergangenen Jahr. Da erwartete die TZ laut Plan ein Minus von gut einer Million Euro. Am Ende wurde daraus – trotz schlechtem Wetter im Frühjahr und Sommer und dank der Auflösung von Rückstellungen – ein Plus von rund 600.000 Euro, wie Tim Schäfer (AWG), Vorsitzender des Tourismus-Ausschusses, in der Sitzung der Gemeindevertretung berichtete. Und selbst wenn es bei einem Minus bleibt, verfügt die TZ über ein Finanzpolster von 2,8 Millionen Euro, da sie seit 2010 immer ein positives Ergebnis geliefert hat.

Für 2016 sieht der Erfolgsplan 13,107 Millionen Euro an Erträgen und 13,741 Millionen Euro an Aufwendungen vor. Der Vermögensplan (für Investitionen) ist mit 4,391 Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen. Auf Nachfrage von Wolfgang Voutta (CDU) erklärte Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier, dass eine 2,5-prozentige Tariferhöhung eingeplant sei. Derzeit laufen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst.

Erfreuliche Zahlen verkündete der Vorsitzende des Finanzausschusses, Richard-Flohrs Richardsen (CDU), für den Haushalt 2016 der Gemeinde. Er sieht im Ergebnisplan Erträge von 10,366 Millionen Euro und Aufwendungen von 10,294 Millionen Euro. Das ergibt ein Plus von 74  300 Euro. Auch der Finanzplan liegt im grünen Bereich, mit Einzahlungen von rund 10,01 Millionen Euro und Auszahlungen von 9,19 Millionen Euro. Eine Kreditaufnahme ist nicht notwendig. Die Gesamtverschuldung ist rückläufig, so Richardsen. Die Hebesätze bleiben auf Vorjahresniveau. Die Gemeinde kann sich über Mehrerträge von fünf Prozent freuen. Auf der Ausgabenseite steigen allerdings die Kreisumlage auf rund 1,67 Millionen Euro und die Amtsumlage auf knapp 1,33 Millionen Euro. Laut Richardsen sind an Ausgaben geplant: allein für Planungen 64.000 Euro für die Umsiedlung des Bauhofs an die Wittendüner Allee, 120.000 Euro für das Verkehrskonzept, 100.000 Euro für die Anpassung von Bebauungsplänen, derzeit sind 20 in Arbeit, 125.000 Euro für das Klärwerk und 802.000 Euro für die Böhler Landstraße.

Die anschließende Diskussion nutzte Peter Hansen (SPD) um noch einmal an den vor einigen Jahren gestellten Antrag seiner Fraktion zu erinnern, doch endlich für einen barrierefreien Sitzungsort der Ausschüsse zu sorgen. Bislang tagen die Gremien oft im zweiten Stock des alten Rathauses. Bürgermeister Rainer Balsmeier versprach, mit Kirche, Schulen und Krug wegen Alternativen zu sprechen.

Hansens Fraktionskollege Kurt Kahlke bemängelte an dem Haushalt, dass der Ansatz für die Straßenunterhaltung von 446.000 Euro auf 243.900 Euro gesenkt worden sei. „Wir sollten unsere Straßen in Ordnung halten, nicht dass wir die Anwohner später mit Sanierung und Ausbau belasten müssen.“ Und Wolfgang Voutta merkte an, dass die Gemeinde einen Haushalt mit riesengroßen Unbekannten fahre – da nämlich die Eröffnungsbilanz für die neue doppische Haushaltsführung noch fehle, herrsche keine Klarheit über die Abschreibungen. Es müsse beim Amt die Eröffnungsbilanz angemahnt werden.

Balsmeier war zum Abschluss der Diskussion wichtig, auf die Kosten für Kindertagesstätte und Hort sowie Schulen hinzuweisen. Der Anteil der Gemeinde betrage jeweils rund 600.000 Euro. „Diese Summen werden in den nächsten Jahren deutlich steigen.“ Die Gemeinde müsse sich da gut aufstellen, auch mit Blick auf die Vermarktung von Wohngebieten und die Attraktivität für Neubürger. „Mit seinem Bildungs-Angebot kann sich St. Peter-Ording heute durchaus sehen lassen.“

In der Sitzung wurde außerdem eine neue Entschädigungssatzung für die Gemeindevertreter und Ausschuss-Mitglieder erlassen und damit die Sitzungsgelder und Aufwandsentschädigungen erhöht. „Wir verwenden aber auch weiterhin nicht den Höchstsatz“, betonte Peter Hansen, Vorsitzender des zuständigen Hauptausschusses. Die Genehmigung erfolgte mit 15 Ja-, bei zwei Nein-Stimmen.

Eine Nein-Stimme gab es für die Verlängerung der Veränderungssperre für den Bebauungsplan Nr. 5 (Gebiet zwischen Achter de Dünen und Theodor-Mommsen-Weg). Einstimmig wurde dagegen der Satzungsbeschluss für diesen B-Plan gefasst.

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