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Grundschule Bordelum : Gemeinde steht hinter Dorf-Campus

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde Bordelum will mit ihrem geplanten Dorf-Campus ein landesweites Leitprojekt aus der Taufe heben. Das ursprünglich zur Sicherung des Schulstandortes gedachte Konzept schreitet weiter voran.

Der Arbeitstitel „Dorf-Campus Bordelum“ wollte dem Vorsitzenden des Finanzausschusses der Gemeinde, Dirk Paulsen, in der jüngsten Sitzung nicht gefallen. „Ersetzen wir ihn mit Primär-Haus Bordelum. Die Bezeichnung soll unser Projekt als etwas Besonderes herausstellen. Die Arbeitsgruppe kann sich ja noch mal Gedanken darüber machen“, brachte er seine Meinung zum Ausdruck. Das Gremium änderte daraufhin die Formulierung des Tagesordnungspunktes in „Beratung und Beschlussfassung zum Projekt Primär-Haus Bordelum“.

Das Vorhaben erläuterten Ausschussmitglied Susanne Bahnsen und Bürgermeister Peter Reinhold Petersen. Grundsätzlich soll künftig ein Anbau die Grundschule, den Kindergarten und möglichst auch die Turnhalle miteinander verbinden. Konkrete Planzeichnungen dafür gibt es noch nicht. Anfang dieses Monats wird aber ein Gespräch mit dem Architekten stattfinden, der die Vorstellungen der Mitglieder der Arbeitsgruppe „Bauvorhaben“ unter Berücksichtigung aller Faktoren – wie Brandschutzkonzept oder behördliche Auflagen – auf einen Nenner bringen soll.

Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Konzept „Campus“, das weiterentwickelt und verfeinert werden soll. Geboren worden war der Gedanke aus der Not heraus. Wie berichtet, droht wegen prognostizierter sinkender Schülerzahlen die Schließung der Grundschule innerhalb der kommenden Jahre – es sei denn, die Bordelumer können das Schulamt durch ein zukunftsorientiertes Konzept überzeugen. Die grobe Planung, so Bahnsen, sieht Räume für das Jugendzentrum, für Vereine und Verbände, Seniorentreffen, Sitzungsräume für den Gemeinderat und die Ausschüsse, eine Mensa für Schule und Kita sowie eine Bühne für die Schule und Theater-Gruppe vor. Mit weiteren Ideen würde sich die Arbeitsgruppe befassen. Wichtig sei, dass der gesamte Komplex miteinander verbunden wird. Möglichkeiten zur Betreuung von Schul- und Kindergartenkindern seien auf jeden Fall zu schaffen. Bedarf bestünde bereits – und werde auch schon bis 17 Uhr täglich abgedeckt. Wichtig sei auch eine Küche mit Einzelplätzen, damit die Kinder an Essenszubereitung und gesunde Ernährung herangeführt werden können. In der Gemeinde Klixbüll sei ein ähnliches Projekt entstanden. Ausschussmitglieder hatten es kürzlich besichtigt.

Ziel sei es, so der Bürgermeister weiter, für Bordelum ein landesweites Leitprojekt aus der Taufe zu heben. Über die Aktiv-Region Nördliches Nordfriesland könnten dafür Fördermittel von bis zu 75 Prozent akquiriert werden. Die Mitglieder der lokalen Aktionsgruppe hätten bereits im Rahmen einer ersten Sitzung das Vorhaben vorab positiv bewertet.

„Wir sollten das finanzielle Risiko einer Machbarkeitsstudie für unser Projekt nicht scheuen“, riet Petersen. Wie hoch die Kosten dafür ausfallen, wisse man vorher allerdings nie. Sie würden im Falle einer positiven Bewertung jedoch auch wieder aus den Fördertöpfen erstattet. Die Gremiums-Mitglieder empfahlen daraufhin, die Studie in Auftrag zu geben und den Antrag an die Aktiv-Region auf den Weg zu bringen.

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