Goldelund : Gemeinde schnürt ihr Zahlenbündel

Am Spielplatz soll eine Straßenlampe sowie eine neue Schaukel installiert werden. Auch die Feuerwehr hat Bedarf im Haushalt angemeldet.
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Am Spielplatz soll eine Straßenlampe sowie eine neue Schaukel installiert werden. Auch die Feuerwehr hat Bedarf im Haushalt angemeldet.

Am 6. Februar wird der Haushaltsplan von der Gemeindevertretung beschlossen. Unverändert bleiben Hebesätze und Hundesteuer.

shz.de von
16. Januar 2018, 13:00 Uhr

Um die Haushaltssatzung 2018 vorzubereiten, trafen sich nicht nur die Mitglieder des Finanzausschusses der Gemeinde Goldelund mit ihrem Vorsitzenden Matthias Dethlefsen in den Räumen des Amtes Mittleres Nordfriesland, sondern alle Gemeindevertreter. „Das machen wir immer so. Dann sind alle auf demselben Stand“, informierte Bürgermeisterin Waltraud Schnoewitz. Ose Martensen, Mitarbeiterin der Finanzabteilung, pflegte die entscheidenden und vom Gremium empfohlenen Zahlen in das Rechenprogramm ein. Das Zahlenwerk soll dann in der nächsten Gemeindevertretersitzung am 6. Februar abgesegnet werden.

So benötigen die Ehrenamtler der Freiwilligen Feuerwehr Goldelund neue Atemschutzgeräte, Material und Arbeitskleidung im Werte von voraussichtlich 7.074 Euro. Für die Position Kindertagesstätte sollen vorsorglich 60.000 Euro eingestellt werden. Dabei geht es um den Anteil der Gemeinde (25 Prozent) am Anbau an den Kindergarten Joldelund. Berücksichtigt wurden dabei bereits die voraussichtlich fließenden Fördermittel. Auch die Nachbargemeinden Goldebek und Joldelund beteiligen sich anteilig. Für die Sanierung der Anlage am Ehrenmal werden voraussichtlich 1.000 Euro benötigt. Die Wege sollen dort mit neuem Splittmaterial aufgefüllt werden. Dringend erforderlich sind Dränage-Arbeiten am Hogelunder Weg und weiteren Stellen im Bereich der Gemeindestraßen. Hierfür wurden 39.000 Euro eingeplant.

Zwei neue LED-Lampen sind am Spielplatz und in der Straße Moschen mit 5.000 Euro vorgesehen. Ein neues Spielgerät soll voraussichtlich 500 Euro kosten. Im Dorfgemeinschaftshaus sind Renovierungsarbeiten mit 12.000 Euro eingeplant. Mit 500 Euro soll der TSV Goldebek unterstützt werden, der Schwimmbad-Förderverein Högel mit 200 Euro. Die noch unbekannte Größe hinsichtlich der Einnahmen sind drei zum Verkauf zur Verfügung stehende Grundstücke, die voraussichtlich in diesem Jahr veräußert werden.

Die Hebesätze bleiben wie gehabt, da es schon die Höchstsätze sind, also Grundsteuer A 370 Prozent. Erwartet werden hier Einnahmen von 20.000 Euro, bei der Grundsteuer B (390 Prozent) 38.900 Euro sowie Gewerbesteuer (380 Prozent) 155.000 Euro. Auch an der Hundesteuer soll nichts verändert werden. Für den ersten sowie jeden weiteren Hund werden 120 Euro jährlich fällig. Hier sind Einnahmen in Höhe von 6.000 Euro eingeplant.

Die Schlüsselzuweisungen werden voraussichtlich bei 159.600 Euro liegen. Die Umlagen werden wie folgt angesetzt: Kreisumlage 157.500 Euro (2017 waren es 165.500 Euro), Amtsumlage 83.600 Euro (2017 lag sie 88.800 Euro) und Schulverbandsumlage 57.700 Euro statt 63.700 Euro im vergangenen Jahr. „Voraussichtlich wird die Gemeinde mit einem Haushaltsdefizit von 55.100 Euro abschließen. Die liquiden Mittel betragen 75.000 Euro“, stellte Martensen fest.

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