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Husumer Nachrichten

22. Oktober 2017 | 16:24 Uhr

Gemeinde schafft Ordnung

vom

Plan für Wohngebiet hinter dem Ordinger Bahnhof wird an neue gesetzliche Regelungen angepasst

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:59 Uhr

St. Peter-Ording | "Wir versammeln uns heute zu ungewohnter Zeit und an ungewöhnlichem Ort", begrüßte Bürgervorsteher Boy Jöns die Gemeindevertreter zu ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause. Denn das Treffen war um 18 Uhr im doch recht kleinen Sitzungszimmer des Rathauses anberaumt worden und nicht wie üblich im Olsdorfer Krug. Der Raum bietet gerade mal dem Gremium und nur ganz wenigen Zuschauern Platz. Die Sitzung war aber notwendig, da es Fristen einzuhalten galt.

Es stand der Bebauungsplan Nr. 50 auf der Tagesordnung. Protokollführer Sven Jacobsen vom Amt Eiderstedt trug die Änderung vor. Es geht um das Gebiet hinter dem Ordinger Bahnhof, zwischen Owerweg, Heckenweg, Am Tümmeldiek, nördlich der Straße Am Kurpark. Das Gebiet soll städtebaulich geordnet und den neuesten gesetzlichen Regelungen angepasst werden. Die Gemeinde möchte erreichen, dass es nicht zu einer übermäßigen Zunahme an Zweitwohnugen kommt. Zudem befinden sich dort auch zahlreiche Ferienwohnungen, die mit dem jetztigen Bauplanungsrecht nicht vereinbar sind. Die Gemeindevertreter beschlossen die Bauplanänderung mehrheitlich (eine Gegenstimme, eine Enthaltung).

Boy Jöns kam auf einen Leserbrief in den Husumer Nachrichten zu sprechen, in dem befürchtet wurde, bei Großveranstaltungen in St. Peter-Ording könne Ähnliches passieren wie bei der Love-Parade 2010 in Duisburg. Damals waren dort bei einer Panik 21 Menschen gestorben und 541 verletzt worden. "Davon sind wir weit entfernt", kommentierte der Bürgervorsteher. "Die Veranstaltungsorte sind kaum vergleichbar." Und auch Bürgermeister Rainer Balsmeier konstatierte: "Alle Rettungswege und -maßnahmen sind mit den Beteiligten genau festgelegt, alles ist bestens durchgeplant. Allerdings gilt generell, dass die Strand-Überfahrten in Ording ein Nadelöhr darstellen. Da lässt sich derzeit nichts ändern - es könnte nur eine umfassende Sanierung Abhilfe schaffen, um dann die Verkehrsströme (Autos, Fußgänger, Radfahrer) zu trennen. Das bedeutet eine deutliche Verbreiterung der Überfahrten, das wäre sehr kostenintensiv." Einstimmig beschloss die Runde die Regularien zur Bundestagswahl im September sowie die Feststellung des Ergebnisses der Kommunalwahl.

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