Bauausschuss Oldenswort : Gemeinde hofft auf Fördermittel

Auch Oldenswort hat Bedarf für Geld aus dem Konjunkturprogramm II. Damit könnte der Ausbau der Sporthalle finanziert werden. Der Bauausschuss informierte sich auch über die B 5.

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19. Februar 2009, 11:51 Uhr

Oldenswort | "Hydraulisch ist das Kanalsystem in Ordnung", sagte Reimer Ivers in der Sitzung des Oldensworter Bauausschusses. Das bedeute, dass die Schmutz- und Regenwasserrohre im Großen und Ganzen in der Lage sind, den Durchfluss der an fallenden Wassermengen zu gewährleisten, fügte der Diplom-Ingenieur hinzu. Anhand mehrerer Übersichtspläne erläuterte er das Ergebnis einer Inspektion der Kanalisation des Dorfes. "Handlungsbedarf besteht vorrangig hauptsächlich an schadhaften Regenwasser-Abflussrohren", stellte er zusammenfassend fest.

Nach einem Sanierungsplan sollen in einem ersten Bauabschnitt diese Abflüsse im Königskampweg repariert werden. "Hierfür bietet sich der Zeitraum der Sommerferien an", empfahl Ivers mit Blick auf die dann geringere Verkehrsbelastung im Bereich der Schule.
Spatenstich für Ausbau der B 5

In der Sitzung im "Treffpunkt Oldenswort" sorgten auch Baupläne für den Ausbau der Bundesstraße 5 für anhaltendes Interesse bei allen Anwesenden. "Im Jahr 2012 soll der erste Spatenstich für den Streckenabschnitt zwischen Tönning und Rothenspieker erfolgen", erklärte Bürgermeister Frank-Michael Tranzer. Zwischen den beiden Orten sei keine Überwegung vorgesehen. Die komplette Fertigstellung der dreispurigen Straße zwischen Husum und der Eider-Stadt werde für 2017 angepeilt.
Ein parallel verlaufender Wirtschaftsweg habe nach Bundesvorgaben eine Breite von 3,50 Metern, fügte der Gemeindechef hinzu. "Wenn wir einen breiteren Weg wollen, müssen wir die Mehrkosten selbst bezahlen, was nicht zu realisieren ist." Alle sechs Mitglieder des Bauausschusses stimmten einem Empfehlungsbeschluss zu, der das notwendige Flurneuordnungsverfahren im Zusammenhang mit dem Ausbau der B 5 absegnet. Die Gemeindevertretung hat in dieser Angelegenheit dann das letzte Wort.
Schultoilette wird behindertengerecht

Bei einer Enthaltung votierten die übrigen Stimmberechtigten für einen Beschluss, der den behindertengerechten Ausbau einer Schultoilette vorsieht. "Diese Maßnahme ist notwendig, weil ein behindertes Kind jetzt die Schule besucht", so Tranzer. Kostenpunkt: rund 14.000 Euro. Das Amt erhält den Auftrag, die Fördermöglichkeiten auszuloten.

Falls genügend Mittel aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung zur Verfügung stehen, soll auch eine Erweiterung der Sporthalle in Betracht gezogen werden. Entsprechende Pläne unterbreitete der Gemeindechef dem Gremium. "Diesen Versuch können wir heute nur anschieben", bemerkte der Vorsitzende des Bauausschusses, Reiner Dobbertin. Zusammen mit vier weiteren Mitstreitern stimmte er für das Vorhaben, das rund 750.000 Euro kosten würde.

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