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Dank für kommunalpolitischen Einsatz : Gemeinde ehrt Ehepaar Hamkens

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Kotzenbüll ernannte Gisela und Owe Hamkens im Rahmen einer Gemeindevertreter-Sitzung zu Ehrenbürgern der Gemeinde. Der Haushaltsplan sieht einen Fehlbetrag von mehr als 121.000 Euro vor

Es war ein besonderer Beschluss, den der Gemeinderat bereits im September gefällt hatte. Das Gremium sprach sich dafür aus, Gisela und Owe Hamkens zu Ehrenbürgern zu ernennen. „Vor wenigen Tagen habe ich diese Entscheidung umgesetzt“, berichtete Bürgermeister Andreas Jacobs in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung und lieferte die Begründung. Owe Hamkens war von 1955 an 26 Jahr im Gemeinderat und davon zwei Jahre Bürgermeister, beziehungsweise viele Jahre Vize-Bürgermeister. Nachdem er sich 1986 aus der Kommunalpolitik verabschiedete, trat seine Frau Gisela in seine Fußspuren und begleitete den Gemeinderat 17 Jahre lang. „Sie war die erste Frau im Gemeinderat.“ Er dankte für die 43 Jahre, in denen das Ehepaar im Gemeinderat tätig war. „Ehrenamt ist nicht immer einfach, lebt allerdings von Menschen, die sich einsetzen, wie das Ehepaar Hamkens.“

Dann kam das Thema Haushalt. Dabei erinnerte der Gemeinde-Chef an die Kreis- und Amtsumlagen sowie die Kosten für den Kindergarten und die Schulen. Hinzu kämen auch notwendige Investitionen, die in Straßen und Wege sowie in das Gemeindehaus gesteckt würden. „Wir haben so gut wie keine Chancen, unseren Haushalt auszugleichen“, lautete sein Resümee. Nach derzeitigen Berechnungen gehe man von einem Jahresfehlbetrag von 121.500 Euro bis Ende 2017 aus. Für eine Gemeinde mit 226 Einwohner sei dies ein ordentlicher Brocken. Doch er stellte auch klar, dass jeder Euro in Kindergärten und in Schulen sowie in das Gemeindehaus sinnvoll angelegt sei.

Mit dem Anbau am Gemeindehaus sollen behindertengerecht Sanitäranlagen errichtet werden. „Damit wollen wir auf die Bedürfnisse der Bürger eingehen und das Haus zukunftsfähig gestalten“, so Jacobs. Insbesondere für die älteren Bürger seien die Sanitäranlagen nicht mehr zeitgerecht. Die geschätzten Baukosten von gut 70.000 Euro würden durch einen Kredit finanziert. Weiter beschäftigt sich die Gemeinde mit dem Ankauf von Flächen zur Ausweisung eines Neubaugebietes. Für das Bauleitverfahren und die Planung sowie für die Grundstücksfläche werden 67.000 Euro veranschlagt. Was die Abwassergebühren beziehungsweise die zentrale Nachklärung betrifft, so konnte die Kämmerei des Amtes Eiderstedt nur auf vorläufige Zahlen zurückgreifen. „Da die Jahresabschlüsse für die Jahre 2014 und 2015 noch nicht fertig sind, können wir nur eine Prognose aufstellen“, so Jacobs. Die sehe so aus, dass für das laufende Jahr mit einem Unterschuss zu rechnen sei. „Diese Entwicklung müssen wir im Auge behalten.“ Sollte sich das bestätigen, müssten gegebenenfalls die Gebühren neu kalkuliert werden.

Doch die Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer würden sich im kommenden Jahr nicht verändern. Für die Kreis- und Amtsumlage sind in dem fast 190 Seiten starken Zahlenwerk mehr als 137  000 Euro eingerechnet worden. Dies entspricht je Bürger der Gemeinde eine Last von mehr als 600 Euro.

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