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Marode Landesstrasse : Gemeinde drängt auf Sanierung

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Anwohner beschweren sich in der Joldelunder Einwohnerversammlung über die kaputte L281. Auch der Bürgermeister ist sauer, denn schon seit Jahren drängt er auf eine Sanierung der Strecke zwischen Joldelund und Kolkerheide.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Wer von Kolkerheide nach Joldelund fährt, mag kaum glauben, dass er sich in Deutschland befindet. Die Schilder an den Straßenseiten grenzen mit Blick auf den überaus desolaten Zustand fast an einen Schildbürgerstreich: „Straßenschäden, 50 Kilometer pro Stunde“. Das Geholpere und Gepoltere wird schon bei geringem Druck aufs Gaspedal Realität. Der schlechte Zustand der Landesstraße 281 ist ein Reizthema in den Gemeinden Joldelund und Kolkerheide.

In der Einwohnerversammlung in Joldelund kam das Thema auch auf den Tisch, denn einige Bewohner fragen sich nach wie vor, warum nichts passiert. Mittlerweile nehmen sogar schwer beladende Silowagen einen Umweg, was wiederum die Anwohner an deren neuen Routen massiv stört. „Wir zählen bis zu 50 Stück am Tag“, beschwerte sich ein Einwohner. Ein anderer schlug vor, bei den verantwortlichen Stellen Druck zu machen. „So wie Bohmstedt und Ahrenshöft, die haben eine neue Straße bekommen, weil sie ständig am Ball geblieben sind.“ Bürgermeister Reiner Hansen hörte sich alles geduldig an und stimmte einem Kritiker zu, der meinte: „Die Zusage zur Erneuerung haben wir doch schon vor drei, vier Jahren bekommen.“ Reiner Hansen hielt sich bei dem Thema zurück, ein Reizthema eben, dass die Gemeindevertretung im Auge behalten wird.

In der anschließenden Gemeinderats-Sitzung sprach sich die Runde dafür aus, darauf zu drängen, dass die L281 vom Land saniert wird. Weiteres Thema der Einwohnerversammlung war der Kooperationsraum Joldelund. Dieser wurde gemeinsam mit den Gemeinden Goldelund, Goldebek, Kolkerheide und Högel ins Leben gerufen und ist an den Masterplan „Daseinsvorsorge“ des Kreises Nordfriesland angelehnt. Eine Arbeitsgruppe, unter der Leitung vom Joldelunder Gemeindevertreter Marc Nissen, ist inzwischen auf der Suche nach Dingen, die die Gemeinden stärken können. Ein Teil wurde bereits umgesetzt: Der Bürgerbus zum Thema Mobilität (wir berichteten). „Es geht uns alle an. Jeder soll sich angesprochen fühlen, nicht nur Senioren“, machte der Bürgermeister den Hintergrund deutlich. Der Bus könnte auch von Gruppen gebucht werden, egal wohin die Reise gehen soll. „Gebt uns die Touren, wir fahren sie“, forderte er die Runde auf. „Wir haben genügend freiwillige Fahrer.“

In den Berichten der Ausschüsse berichtete er vom Schulverband Mittleres Nordfriesland. Im Verbandsgebiet gibt es acht Schulen mit mehr als 1500 Kindern. Im Zuge des demografischen Wandels sinken die Zahlen, allerdings nicht in der Lüttschool Drelsdorf/Joldelund. „94 Kinder werden in Drelsdorf und 93 Kinder in Joldelund unterrichtet.“ Aktuelles Thema im Verband ist die Installation einer gymnasialen Oberstufe an der Gemeinschaftsschule Bredstedt. „Das würde eine 11., 12. und 13. Klasse bedeuteten, wo man Abitur machen kann“, informierte er. Mit Blick auf den Joldelunder Kindergarten ging er auf das 20-jährige Bestehen ein (wir berichteten) und sagte außerdem: „Derzeit gehen 53 Kinder in den Kindergarten, die Högeler Kinder helfen uns zahlenmäßig im Kindergarten und in der Schule.“ Daher stufte er die örtliche Schule als „nicht gefährdet“ ein und bezog sich dabei auf das vom Land erlassene Gesetz, dass mindestens 80 Schüler an einer Schule unterrichtet werden müssen, um überhaupt eine Schul-Berechtigung zu haben.

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