Hattstedt : Gemeinde baut Infrastuktur aus

In der Gemeinde Hattstedt haben Sportler viele Möglichkeiten, die Kommune unterstützt diese Angebote auch künftig finanziell.
In der Gemeinde Hattstedt haben Sportler viele Möglichkeiten, die Kommune unterstützt diese Angebote auch künftig finanziell.

Trotz schwieriger Haushaltslage – es klafft ein Defizit in Höhe von 847.000 Euro – will Hattstedt weiter investieren.

shz.de von
08. Februar 2018, 08:00 Uhr

Die Hattstedter Gemeindevertreter wollen im laufenden Jahr weiter in die infrastrukturelle Entwicklung des Ortes investieren. Darüber waren sich die Mitglieder des Finanz- und Wirtschaftsausschusses trotz der defizitären Haushaltslage in ihrer Sitzung einig.

Demnach soll die prekäre Verkehrssituation am Sportplatz (Schobüller Weg) durch den Ausbau eines Parkplatzes auf einer naheliegenden Koppel verbessert werden. Die Kosten dafür belaufen sich nach fachlicher Schätzung auf 51.000 Euro. Außerdem plant der Sportverein die Sanierung der Laufbahn sowie den Bau einer Hochsprunganlage für geschätzte 83.000 Euro. Auch an dieser Maßnahme wird sich die Gemeinde maßgeblich beteiligen. Zu den Projekten, die in den Fachausschüssen weiter bearbeitet werden, zählt zudem der Bau eines Regenrückhalte-Beckens und die Sanierung der Osterwiede mit Kosten in Höhe von 495.000 Euro, von denen die Gemeinde rund 300.000 Euro tragen muss. „Mit dieser Baumaßnahme wird die Oberflächenentwässerung des westlichen Ortsteils sichergestellt“, erläuterte der Ausschuss-Vorsitzende Ralf Jacobsen (CDU). Ebenfalls weiter im Fokus bleibt das geplante Angebot einer Hortbetreuung vor Ort, für die eine Kostenschätzung in Höhe von 665.000 Euro, mit einem gemeindlichen Anteil in Höhe von 200.000 Euro, vorliegt. „Damit stellt die Gemeinde die Nachmittags-Betreuung der Schulkinder sicher, ohne die viele Eltern heute einfach nicht mehr auskommen“, erklärte Jacobsen.

Einen weiteren großen Posten stellt die Ersatzbeschaffung eines Einsatzfahrzeuges der Feuerwehr Hattstedt-Wobbenbüll für 325.000 Euro. „Beantragt sind Zuschüsse in Höhe von rund 111.000 Euro, die jedoch erst nach abgeschlossener Ausschreibung fließen“, teilte der Vorsitzende mit. Weitere 61.000 Euro wurden für die Ersatzbeschaffung eines Treckers sowie verschiedene Geräte für den Bauhof in den Haushalt eingestellt.

Weiterhin Thema bleiben in der Gemeinde der Breitbandausbau, die Erweiterung der Seniorenarbeit, der öffentliche freie Internetzugang sowie die Sanierung des Bouleplatzes und der Ausbau der Skaterbahn.

Insgesamt rechnen sich die genannten Investitionen auf knapp eine Million Euro auf, die die Hattstedter in großen Teilen über weitere Kredite finanzieren müssen. „Wir schreiben im Ergebnishaushalt ein Defizit in Höhe von 847.000 Euro. Das ist eine enorme Summe. Aber die freiwilligen Leistungen der Gemeinde schlagen darin nur mit rund 160.000 Euro zu Buche. Die finanzielle Schieflage entsteht also vielmehr aufgrund fehlender Zuweisungen vom Land. Denn an den immer teurer werdenden Pflichtaufgaben, wie zum Beispiel Schule und Kita kommen wir nicht vorbei“, führte Ralf Jacobsen aus.

Der Ausschuss empfahl den Haushalt letztlich einstimmig in die Gemeindevertretung, die nun in ihrer Sitzung Ende Februar abschließend über die künftige Finanzplanung entscheidet.

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