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Auszeichnung für Ehrenamtler : Gelungene Überraschung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Erst auf dem Neujahrsempfang in Langenhorn wurde bekannt, wer Bürger des Jahres ist. Der Preis geht an das Ehepaar Ilka und Bruno Gleede. Sie engagieren sich im DRK und im Sportverein. Ilka Gleede war außerdem viele Jahre in der Kommunalpolitik aktiv.

Während die Erweiterung eines Schweinemaststalls in Simonsberg bei Husum für Aufregung sorgt, wurde die geplante Hähnchenmastanlage in Langenhorn beim Neujahrsempfang von Gewerbeverein und Gemeinde nicht weiter diskutiert. Im vergangenen Jahr war die Biogasanlage von der Gemeinde verkauft worden. Der neue Betreiber, ein dänischer Unternehmer, hat einen Antrag auf Errichtung eines Hähnchenmastbetriebs mit 160 000 Plätzen gestellt. Die vier Ställe sollen hinter dem Biogasbereich errichtet werden (wir berichteten). In Absprache mit dem Bauausschuss soll offen damit umgegangen werden, betonte Bürgermeister Horst Petersen auf dem Empfang. „Wir werden alle Bürger informieren. Noch stehen wir am Anfang.“

Spannend blieb es dann bis zuletzt bei der Veranstaltung in Ingwersens Gasthof. „Diesmal ehren wir ein Ehepaar als Bürger des Jahres. Die Gemeindevertretung hat das einstimmig beschlossen“, erklärte Horst Petersen. Die Überraschung war Ilka und Bruno Gleede ins Gesicht geschrieben, als sie nach vorn gebeten wurden. Wie üblich war bis zuletzt nichts durchgesickert. Dank gebühre beiden, so der Gemeinde-Chef, für jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz. Ilka Gleede, DRK-Ortsverbands-Vorsitzende, war politisch in vielen Ausschüssen, im Gemeinderat und zeitweise als stellvertretende Amtsvorsteherin, tätig. Bruno Gleede stehe seiner Frau als zweiter Vorsitzender zur Seite und sei aus dem Fußballclub Langenhorn (FCL) nicht wegzudenken. So ist er bereits seit 1997 als Jugendbetreuer tätig.

Mit launigen Worten hatte der Vorsitzende des Gewerbevereins, Marten Rickertsen, zu Beginn des gesellschaftlichen Ereignisses Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden sowie Kirche begrüßt. Alle 87 Mitglieds-Betriebe könnten auf ein positives Jahr zurückblicken. „Die meisten Unternehmen bilden aus. Damit wird dem Fachkräftemangel entgegengearbeitet“, so Rickertsen. Er hoffe, dass sich noch mehr Betriebe im Gewerbegebiet Hohe Koppel ansiedeln werden. Jeder Betriebsinhaber sei bestrebt, für die Herausforderungen der kommenden Jahre zu investieren.

Großes Lob zollte Bürgermeister Petersen den Gewerbetreibenden. Durch Rekord-Gewerbesteuereinnahmen von 1,38 Millionen Euro – statt geplanter 950 000 Euro – sei der Haushalt 2013 mit einem Defizit von 171 900 Euro „davongekommen“. Ursprünglich sei mit einem Minus von 429 400 Euro gerechnet worden. Nicht zu ändern seien feste Ausgaben, wie beispielsweise die Kreisumlage mit einer Million Euro, die Amtsumlage mit 500 000 und die Schulverbandsumlage mit 471 100 Euro. Zusätzlich müssen 135 000 Euro für auswärtige Schüler gezahlt werden. Die Kindergärten schlagen mit 351 000 Euro sowie der Bauhof mit 200 000 Euro zu Buche. Dennoch konnte für eine Million Euro investiert werden, wie in den Anbau der Kita „Tausendfüßler“, die Erweiterung des Baugebietes, in dem nur noch ein Grundstück zu haben ist, in Modernisierung und Aufstockung der Parkplätze am Bahnhof und in die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. „Wir haben geplant, 2014 mit einem leichten Plus abzuschließen, mal sehen, was das Jahr bringt“, so Petersen.

Dank gebühre den Feuerwehrleuten für die Einsätze bei den Orkanen „Christian“ und „Xaver“. Auf die Aktiven sei Verlass. „Alle Ortswehren haben eng zusammengearbeitet. Viele Blaujacken haben eigene Motorsägen mitgebracht. Für Schäden kommt die Gemeinde auf“, so Petersen.

Er freue sich über die Aktivitäten des Friesenvereins. Gemeinsam mit dem Gewerbeverein und der Kirchengemeinde soll der Bau des Westerstegels noch in diesem Jahr realisiert werden. Schließlich sensibilisierte der Leitende Verwaltungsbeamte, Dr. Bernd Meyer, für die Bildung von Kooperationsräumen. Das sei angesichts des demografischen Wandels zukunftsweisend. In der Praxis hieße das, dass sich auf freiwilliger Basis mehrere benachbarte Kommunen finden, die bereit sind, ein gemeinsames Versorgungszentrum in einer der Gemeinden vorzuhalten. Nur so könne in Zukunft die Infrastruktur der Dörfer erhalten bleiben. „Das Wir-Gefühl wird gestärkt“, so Dr. Meyer.







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