Ideenwettbewerb in Nordfriesland : Geistesblitze unterm Kirchturm

Mit diesem Postkarten-Motiv lädt der Kirchenkreis Nordfriesland dazu ein, sich an seinem Ideenwettbewerb zu beteiligen.
Mit diesem Postkarten-Motiv lädt der Kirchenkreis Nordfriesland dazu ein, sich an seinem Ideenwettbewerb zu beteiligen.

Unter dem Motto „Ein Platz für Dich“ startet der Kirchenkreis Nordfriesland einen Ideenwettbewerb. Dazu werden 5000 Karten in Umlauf gebracht. Die besten Vorschläge sollen prämiert und möglichst auch umgesetzt werden.

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28. Mai 2015, 16:30 Uhr

Die einen gehen schon längere Zeit mit einer Idee schwanger, die anderen haben womöglich spontan einen pfiffigen Einfall. Einerlei wie sie zustande kommen, gefragt sind sie alle: Unter dem Motto „Ein Platz für Dich“ sucht der Kirchenkreis Nordfriesland im Rahmen eines Wettbewerbs jetzt „drei Ideen, die sitzen“. „Wie können wir Kirche möglichst ohne Barrieren und Hemmschwellen gestalten, dass jeder seinen Platz findet und sich wohlfühlt“, formuliert Michael Goltz die Zielrichtung der spannenden und für die Nordkirche ungewöhnlichen Aktion. Er ist Pastor in Schwabstedt und erfolgreicher Fundraiser des Kirchenkreises Nordfriesland.

Ganz im Sinne seines Jahresthemas „Ein Platz für Dich“ – das Symbol dafür ist ein roter Stuhl – öffnet sich der Kirchenkreis mit diesem Wettbewerb bewusst auch nach außen. Der Fantasie der Teilnehmer sind keine Grenzen gesetzt. Mitmachen können sowohl Privatleute, Schulklassen, Kindertagesstätten, Gruppen, Vereine oder auch Firmen – „egal, ob kirchlich oder nicht“. „Das ist gerade das Spannende dabei“, freut sich Goltz auf frische Ideen: „Ausblick ist immer heilsam.“ Das Projekt hatte er gemeinsam mit Susanne Kunsmann vom evangelischen Kinder- und Jugendbüro entwickelt.

In den kommenden Tagen und Wochen wird es mit Hilfe von 5000 Postkarten, die in Kneipen, Schulen, Tourist-Informationen, kirchlichen und anderen Einrichtungen ausliegen, bekannt gemacht. Die Botschaft: „Viele haben Super-Ideen, sagt sie uns!“, ermuntert Michael Goltz zur Teilnahme. Und: „Kirche ist Mitmach-Kirche und dann soll es auch so sein, dass Menschen ihre Ideen einbringen können.“

Das darf in vielfältiger Weise geschehen, je nachdem, was sich die oder der Einzelne oder auch Gruppen wünschen, damit sie sich in der Kirche Zuhause und angenommen fühlen können. Dabei geht es nicht vorrangig um bauliche Barrieren oder den klassischen Wunschzettel. Vielmehr erhofft sich der Kirchenkreis Vorschläge, welche Themen im und außerhalb des Gottesdienstes aufgriffen werden sollten, welche Gruppen-Angebote oder Aktionen erwünscht sind, wie angehende Konfirmanden den Unterricht erleben möchten und was es braucht, dass sie sich auch später ins kirchliche Leben einbringen. Wie kann Kirchenraum lebendig genutzt werden, wo sollte sich Kirche deutlicher profilieren und wo noch mehr auf Menschen zugehen? – auch das sind zentrale Fragen des Wettbewerbs.

Die Ideen sollten realistisch und möglichst konkret sein, sich im kirchlichen Rahmen bewegen und an der Jahreslosung des Kirchenkreises orientieren. Aus den eingegangenen Ideen-Skizzen wird eine Jury die drei besten Vorschläge auswählen. Diese werden mit einem Preisgeld von jeweils 1000 Euro prämiert und dann beim Jahresempfang des Kirchenkreises Nordfriesland am 1. Dezember im Christian-Jensen-Kolleg in Breklum öffentlich präsentiert.

Wer eine tolle Idee hat, muss sie im Übrigen nicht selbst umsetzen. Der Kirchenkreis entscheidet, welche Projekte von 2016 an sinnreich zu realisieren sind. Um neue Wege zu beschreiten, Herausforderungen anzunehmen oder Chancen aufzugreifen, sind bereits entsprechende Mittel zurückgelegt worden.

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