zur Navigation springen

Spannung bei der Grünen Woche : Geht der Agrar-Oscar nach Winnert?

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wenke aus Winnert und Merle aus Kotzenbüll haben einen Film über die Landwirtschaft gedreht. Sie gehören zu den besten fünf Filmemachern, deren Streifen bei der Grünen Woche in Berlin prämiert werden sollen.

Die Entscheidung fällt heute (15. Januar). Genauer gesagt um 12.30 Uhr in der Bundeshauptstadt Berlin. Nein, eine politische Entscheidung ist es nicht – aber doch eine von großer Bedeutung für zwei junge Frauen aus Nordfriesland. Eine, bei der es um vordere Plätze und hohe Preisgelder geht. Denn immerhin: Der Gewinner der Endausscheidung im Video-Film-Wettbewerb der internationalen Grünen Woche darf sich über satte 10.000 Euro freuen.

Gewonnen haben aber eigentlich bereits alle fünf Filmemacher, die zur Grünen Woche nach Berlin eingeladen sind, denn auf den Plätzen zwei bis fünf winken noch Prämien zwischen 5000 und 1000 Euro. Für die 19-jährige Wencke Clausen-Hansen aus Winnert ist es nicht mehr ganz so aufregend wie für ihre 18-jährige Freundin Merle Gröhn. Sie ist nämlich schon eine alter Grüne-Woche-Hase.

Beide fiebern vor Ort natürlich kräftig mit – denn ihr Film ist einer der fünf deutschen Endrunden-Titel. Bereits beim vorherigen Wettbewerb vor vier Jahren erhielt Wencke spontan einen „Sonderpreis“, der Jury gefiel ihr eingereichter Film außerordentlich gut. Doch worum geht es eigentlich? „Clip my farm“ lautete die Aufgabenstellung für den Wettbewerb, den die renommierte Fachzeitschrift „Top Agrar“ gemeinsam mit Bayer Crop Science, Big Dutchman und Claas ins Leben gerufen hat. Dieser Videowettbewerb richtet sich an junge Landwirte unter dem Motto „Land Leben Leidenschaft“. „Ziel ist es dabei, mit Klischees und Missverständnissen aufzuräumen und zu zeigen, was es heute heißt, Landwirt zu sein“, erzählt Wencke. Die 19-Jährige darf zu Recht stolz sein: Fast 46.000 Mal wurde der Film bislang auf dem Portal „You tube“ unter https://www.youtube.com/watch? v=IIVdHqtQVQA aufgerufen. Wencke und ihre Freundin Merle Gröhn aus Kotzenbüll trafen sich seit Bekanntgabe des Mottos, um gemeinsam zu Filmen. Beide kommen aus einem landwirtschaftlichen Betrieb. Merle absolviert die Ausbildung zur Landwirtin und ist jetzt im dritten Lehrjahr und übernimmt später mal den elterlichen Hof. Wencke steht mit ihrer Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau ebenfalls im dritten Lehrjahr – hat eine große Liebe zur Landwirtschaft und einen Freund, der einen Milchviehbetrieb mit Biogasanlage bewirtschaftet. Ihre Eltern haben ebenfalls einen Bauernhof.

Kennengelernt haben sich beide in der Fahrschule, bei der sie den Treckerführerschein machen wollten. Beide verbindet die Leidenschaft zur Landwirtschaft. Sie haben Szenen aus dem Alltag gefilmt – die ihre Arbeit mit den Kühen und auf dem Feld zeigen. „Der Film soll auch zeigen, dass uns die Arbeit Spaß macht – und auch Mädchen richtig anpacken können“, verrät Wencke. Beide lieben Tiere – sie reiten auf ihren Pferden oder bauen mit Pferden einen Swimmingpool aus Stroh-Großballen. Der Film entstand aus 155 einzelnen Video-Sequenzen mit einem Umfang von 3,5 Stunden Material. Daraus schnitten sie mit Hilfe ihres Freundes Lasse Hansen einen knapp 4-minütigen Film zusammen, der mit passender Musik unterlegt ist.

Mit ihrer Glanzleistung arbeiteten sie sich in diesem bundesweiten Wettbewerb in die Kategorie der besten fünf Filme vor. Viele Nordfriesen drücken den beiden Mädchen kräftig die Daumen.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen