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Dänische CO2-Pläne: : Gefahren für die Inseln und Halligen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Insel- und Halligkonferenz ist besorgt: Die dänische Energiebehörde plant, im Bereich der Nordsee neue Förderkonzessionen zu vergeben und fast ausgebeutete Erdgas- und Erdöllagerstätten Unternehmen für CO2-Speicherzwecke anzubieten.

Mit großer Sorge sieht die Insel- und Halligkonferenz (IHKo) Pläne der dänischen Energiebehörde, im Bereich der Nordsee neue Erdöl- und Erdgaskonzessionen zu vergeben sowie fast ausgeförderte Erdgas- und Erdöllagerstätten Unternehmen für CO2-Speicherzwecke anzubieten. „Wir befürchten eine Gefahr für Mensch und Umwelt durch mögliche Unfälle sowie Einträge in das Ökosystem im täglichen Betrieb“, bringt Vorsitzender Jürgen Jungclaus den Ärger auf den Punkt. „Die Landesregierung hat dies erkannt und ein Verbot zur unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid auf den Weg gebracht, was wir sehr begrüßen.“

Die Insel- und Halligkonferenz hatte sich bereits in der Vergangenheit für ein Verbot der CO2-Speicherung eingesetzt, um eine direkte oder indirekte Gefährdung des sensiblen Ökosystems im Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer und Biosphärengebiet, des Grundwassers sowie der dort lebenden Menschen und Erholungssuchenden auszuschließen. Die Technik sei nicht ausreichend erforscht und berge unbekannte Risiken. „Daher lehnen wir dieses Vorhaben ab. Auch wenn die dänische Regierung betont, dass derzeit keine Anträge vorliegen, so ist mit einer ersten Erkundung bereits der erste Schritt in Richtung wirtschaftlicher Nutzung getan“, erklärt Geschäftsführerin Natalie Eckelt. Manfred Uekermann, Vorsitzender der AG Küstenschutz, mahnt eine europäische Nordseestrategie mit Sicherheitskonzept und grenzüberschreitender Raumplanung im Küstenbereich an. „Wir fordern die Bundesregierung auf, ihre Hausaufgaben zu machen“, so Manfred Uekermann.

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erstellt am 28.Aug.2013 | 20:18 Uhr

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