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Eine Frage der Sicherheit : Gefährliches Pflaster für Fußgänger

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der unbeschrankte Bahnübergang Bövergeest soll geschlossen werden, dafür hat sich die Mehrheit der Gemeindevertreter von St. Peter-Ording ausgesprochen. Er sei zu gefährlich für Fußgänger und Radfahrer.

Um die mögliche Schließung des unbeschrankten Bahnübergangs in der Straße Bövergeest aus Sicherheitsgründen ging es in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung von St. Peter-Ording. Das Problem wurde in der Einwohnerfragestunde zur Sprache gebracht. In der Nachbarschaft ist ein Baugebiet an der Wittendüner Allee angelegt worden. Seitdem wird der Übergang verstärkt von Radfahrern und Fußgängern genutzt. Das Thema stand auch auf der Tagesordnung und wurde von den Gemeindevertretern ausgiebig diskutiert. Dem Gremiumlag eine Unterschriftenliste vor, in der sich zahlreiche Bürger für die Schließung des Bahnübergangs aussprachen. Doch die Allgemeine Wählergemeinschaft (AWG) legte einen Antrag vor, in dem sie sich für den Erhalt des Straßenkörpers aussprach. „Bevor über die endgültige Verwendung des Bahnübergangs entschieden wird, beantragen wir, die Nutzung des Weges zwischen Wohngebiet und Bahntrasse für Fahrradfahrer und Fußgänger zu berücksichtigen“, so Tim Schäfer. Weiterhin forderte die AWG ein Verkehrskonzept für das Wohngebiet Wittendüner Allee. Insbesondere müsse über eine Schulwegsicherung zum Fußweg Wittendüner Alle nachgedacht werden. Des Weiteren wurde eine Bürgerbefragung gefordert. „Wenn wir diese Ader kappen, verlieren wir eventuell spätere Planungsmöglichkeiten“, argumentierte Schäfer weiter. Doch die Gegner stellten klar, dass es zur Schließung keine Alternative gäbe. Es gehe um die Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger. „Warten, bis ein Verkehrskonzept steht, dafür haben wir die Zeit nicht.“ Doch der AWG wurde zugestanden, dass ihr Antrag gute Ansatzpunkte enthalte, die übernommen werden könnten. „Gleichzeitig zur Schließung schlagen wir vor, schnellstmöglich parallel zu den Gleisen einen beleuchteten Rad- und Fußweg zu bauen“, so Wolfgang Voutta (CDU). Dies sei zwar keine bequeme aber dafür eine sichere Lösung, kommentierte Peter Hansen (SPD). Dieser Vorschlag bekam in der abschließenden Abstimmung die meisten Stimmen. Endgültig wird der Streckenbetreiber, die Deutsche Bahn, über die Schließung entscheiden.

In der Einwohnerfragestunde hatten die Zuhörer auch ein weiteres Problem angesprochen. Dabei handelt es sich um den Bahnübergang am Gewerbegebiet. Gerade Kinder und Jugendliche würden die Gleise überqueren und den Knick benutzen, um zu den Supermärkten und Geschäften zu gelangen. „Die Situation ist nicht nur gefährlich, sondern auch eine Katastrophe“, sagte ein Zuhörer.

„Das Wahlergebnis ist auch eine Bestätigung für die gute Zusammenarbeit“, dankte Bürgermeister Rainer Balsmeier der Gemeindevertretung in deren erster Sitzung nach der Wahl am vergangenen Sonntag. Balsmeier war mit 86 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden (wir berichteten). Es ist seine vierte Amtszeit, die am 1. Mai 2015 beginnt. „Rainer Balsmeier ist mit einem überwältigendem Ergebnis in seinem Amt bestätigt worden“, sagte Bürgervorsteher Boy Jöns. Dies zeige, dass der Bürgermeister ein hohes Ansehen und Vertrauen in der Bevölkerung genieße. „Danke, dass Sie nochmals angetreten sind.“ Jöns zeigte sich überzeugt, dass auch die nächste Amtsperiode wie bisher von einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit geprägt sein werde. Balsmeier richtete einen Dank an die Parteien und Politiker für die gemeinsame Unterstützung. Er werde sich für alle Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Er stellte aber auch klar, dass man es nicht allen recht machen könne. „Es wird auch weiterhin Themen geben, bei denen ich zusammen mit dem Gemeinderat Entscheidungen treffen muss, die nicht bei allen Jubel auslösen werden.“

Ein weiteres Thema war die Straßenreinigungs-Satzung für Gemeindewege. Sie trat vor 47 Jahren in Kraft und musste daher laut Gesetz neu verfasst werden. Im Kern wird darauf hingewiesen, dass die Anwohner für die Reinigung des Gehwegs vor ihrem Grundstück zuständig sind. Des Weiteren müssen sie den halben Fahrbahnstreifen säubern, auch im Winter. Balsmeier stellte jedoch klar, dass die Gemeinde auch weiterhin den Winterdienst übernehmen werde.

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